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AUS DER WISSENSCHAFTLICHEN UND RECHTLICHER PERSPEKTIVE

UND DIE HEERSCHAREN ALLAHS

Von Ebu Muhammed

DER REISEPROVIANT DER MUSLIME UNSERER ZEIT

DSCHIHAD AUS DER WISSENSCHAFTLICHEN UND RECHTLICHEN PERSPEKTIVE

DIE HEERSCHAREN ALLAHS

Die kanonischen Pflichten des Dschihad:

Eine aufrichtige Absicht,

Die Genehmigung des Kalifen,

Erforderliche Vorbereitungsmaßnahmen für Dschihad,

Das Einverständnis der Eltern,

Der Gehorsam dem Kalifen und dem Heeresführer.

Die grundlegende Veranlassung zur Erlangung des göttlichen Beistands:

Streitkräfte,

Vermögen (materielle Macht und Geld),

Orientierung zum Guten (Übung, Vorbereitung und Tapferkeit),

Stabilität (Ausdauer, Stetigkeit und Moral).

Streitkräfte- Gottesheerscharen:

Niederschlag (Regen, Hagel und Schnee),

Gewässer (Ozeane),

Gewitter (Wind),

Getöse (Stimme),

Gestein (Steine),

Vögel,

Läuse, Frösche, Heuschrecken und Überschwemmungen.

Donner (Blitzschlag und Tod),

Geistige Wesen (Engel),

Krankheitserreger jeglicher Art (Aids, Krebs und ähnliche)

Die Grundsätze, die wir in der Privatsphäre stets praktizieren müssen:

Gottesfürchtigkeit,

Aufrichtigkeit,

Geduld,

Gebet,

Entschlossenheit,

Immer Hoffnungsvoll.

Zwei Grundsätze, die man niemals vergessen sollte:

1.Grundlage: Eine Scharia, die sich nur auf die Offenbarung stützt,

2. Grundlage: Schöpfungsgesetze.

اَعُوذُ بِااللهِ مِنَ الشَّيْطَانِ الرَّجِيمِ* بِسْمِ اللهِ الرَّحْمَنِ الرَّحِيمِ*

اَلْحَمْدُ لِلَّهِ رَبِّ الْعَالَمِينَ* وَالسَّلاَةُ وَالسَّلاَمُ عَلَى رَسُولِنَا مُحَمَّدٍ*

VORWORT

Im Namen Allahs, Des Allerbarmers, des Barmherzigen!

Alles Lob gebührt Allah, Dem Erhabenen, und Friede und Segen Allahs seien auf dem ehrwürdigen Muhammed, Seinem Propheten.

Vor allem obliegt einem Muslim, die folgenden zwei Grundlagen gut zu wissen, sich sie einzuprägen und sein ganzes Leben niemals zu vergessen.

Erste Grundlage: Gesetze des Islam und des Korans (lichtspendende Scharia)

Zweite Grundlage: Naturgesetze (Scharia der Schöpfung)

Jegliches Fehlverhalten bei der ersten Grundlage könnte vergeben werden, wenn Allah es will. Bei der zweiten Grundlage gibt es auf Grund der göttlichen Sunna keine Vergebung genauso wie bei Naturgewalten wie Hungersnot, Wassermangel, Schwerkraft, Erdbeben, Überschwemmung u. ä. Es könnte jedoch Ausnahmen geben in den Fällen, wo Allah, Der Erhabene, eine besondere Güte und Behandlung erweist. Deswegen sollte man auf erfundene Meinungen und Vermutungen, manche Suggestionen sowie heldenhafte Reden hin sich selbst und seine Sache niemals in Gefahr bringen. Den verehrten Lesern wird hierdurch wärmstens empfohlen, niemals und nirgendwo dieses Kriterium zu übersehen.

Ferner sollten die Muslime bei folgenden vier Sachen die höchste Bereitschaft zur Selbstaufopferung erweisen, damit eine Sache die Herrschaft erlangt oder eine bereits bestehende und an der Macht befindliche Sache stetig wird bzw. unsere Anstrengung für den Islam sich in einen großen Triumpf verwandeln könnte:

Schweißtropfen,

Tränentropfen,

Tintentropfen,

Bluttropfen.

Die Gelehrten und die Gebildeten erklärten die Geheimnisse des Erfolgs in ihren wissenschaftlichen Werken bis auf die kleinsten Einzelheiten. Hier wird nur sehr kurz darauf eingegangen:

Der Bluttropfen ist sehr segensreich und verleiht dem Menschen Behaglichkeit und führt denjenigen, der eigenes Blut opfert, zum Frieden. Dabei sollte jedoch nur eine Bedingung erfüllt werden, nämlich, dass man nur um Allahs willen sein Leben aufopfern müsste. Denn Allah, Der Allmächtige, erhöht diejenigen, die sich auf Seinem Wege anstrengen und abquälen, sowohl im Diesseits als auch im Jenseits. Das Gebot unseres ehrwürdigen Propheten, Friede und Segen Allahs auf ihm, mit dem Wortlaut „Zahlt dem Arbeiter seinen Lohn, bevor ihm der Schweiß seines Angesichts trocknet!“ ist ein klarer und deutlicher Ausdruck dafür, wie segensreich der Schweiß jedoch sein könnte. Gleichzeitig ist der Schweiß das Zeichen des Segens. Dass diejenigen, auf die erlaubte Art und Weise Verdienste erzielen und das erlaubt Verdiente nicht mit dem Unerlaubten vermengen, sagen: „Das ist unser Schweiß des Angesichts!“, ist ebenfalls der Ausdruck einer Tatsache.

Tränentropfen erfrischen wie der Segensregen die Herzen und löschen das Höllenfeuer aus. Die Bedingung für diese Tränen jedoch wäre, dass sie nur um Allahs willen gegossen werden. Es wäre notwendig, die jene Spiritualität zu erreichen, die nur diejenigen aufweisen könnten, die ihren Körper und ihre Seele durch das Reumütigkeitswasser zu läutern versuchen, indem sie in den frühen Morgenstunden Tränen zu gießen pflegen, um sich von den begangenen Sünden reinwaschen zu können. Nur dazu sollten also die Tränen gegossen werden.

Tintentropfen; sie weisen mehr Segen auf, denn sie sind vorzüglicher als das Blut eines Märtyrers. Sie sind das größte und unerlässliche Mittel zur Verkündung des Islam, zu seiner Auffassung, zu seiner Lehre und zu seiner Weiterleitung an alle Menschenmassen. Sie sind die einzige Gelegenheit dazu, dass nach dem Tod das Buch der Werke immer noch offen bleibt. Ohne Tintentropfen hätten wir keine Möglichkeit gehabt, über Wissenswerke zu verfügen, die uns jederzeit greifbereit da stehen würden. Wir sollten nicht vergessen, dass das Wissen und die Bildung, die Sauberkeit und Gottesverehrungen die Grundsteine der islamischen Kultur und Zivilisation bilden. In unserem edlen Buch Koran lautet das erste Gebot: „Lies!“ und in der ersten Stelle liegen also das Schreibrohr und Bildung. Einige der Familiennamen der göttlichen Botschaft, derer wir glauben, lauten wie folgt:

Der Koran (Lesen), Das Buch (Schreiben) und das Wort (Sprechen).

Blutstropfen ist ebenfalls geheiligt und gleicht dem Moschus. Er verhilft, die neuen Generationen zu bewässern, d.h. die Glaubenskämpfer durch göttliche Farbe zu färben und dass sie Triebe ansetzen und sich so rasch wie möglich entwickeln. Er verschafft dem Menschen Blut, Lebenskraft, Mut, Kühnheit und Enthusiasmus. Dabei wäre selbstverständlich eine Bedingung zu stellen, und zwar, dass das Blut nur um Allahs willen vergossen werden sollte.

Das bedeutet also, dass nur diejenigen die Erfolgreichen sind, die ihren Schweiß, ihre Tinte und ihr Blut vergießen können, nur um Allahs Wohlgefallen zu erlangen. In einem Sinne wird so etwas als das Bewusstsein des Dschihad und Märtyrertums bezeichnet. Auf dieser Welt, wo wir gerade leben, ist das, was die gläubige Gemeinschaft am Meisten braucht, das Bewusstsein des Dschihad und Märtyrertums erlangen zu lassen.

Nur diejenigen, die bereits wissen, was das Märtyrertum bedeutet, sind es, die in der Sehnsucht leben, als Märtyrer zu sterben. Der Sieg steht also nur denjenigen zu, die sich danach sehnen. Jedoch sollte hier nur sehr kurz darauf hingewiesen werden, dass- wie später näher erläutert werden sollte- ein Glaubenskampf, der ohne Beachtung einer günstigen Zeit, Stätte und vorliegender Bedingungen vollzogen wird, verursacht die Entstehung von Anarchie, so dass die Betroffenen im Endergebnis weder als Märtyrer noch Veteranen bezeichnet werden, denn sonst wäre ja alles für die Katz gewesen.

DSCHIHAD

Nun wollen wir versuchen, die wissenschaftliche und rechtliche Seite des Dschihad durch Fragen und Antworten in kurzer Zusammenfassung zu erläutern:

Was bedeutet Dschihad lexikalisch?

Lexikalisch bedeutet Dschihad, sich anzustrengen, in Bemühungen und im Tun zu übertreiben, sich abzumühen, sich abzurackern, großen Eifer an den Tag zu legen, und zwar aus dem Wortstamm „dschehd“ oder „dschuhd“.

Was für Bedeutung hat das Wort Dschihad in der religionsrechtlichen Terminologie?

In der Scharia bedeutet das Wort Dschihad, für die Religion Allahs, Des Erhabenen, unter Zuhilfenahme von Mitteln wie dem Leben, Vermögen, Sprache usw. allen zur Verfügung stehenden Kräften und Anstrengungen einzusetzen. Der Tod, den man dabei kostet, wird als Märtyrertod bzw. Märtyrertum bezeichnet. Nun braucht man nicht mehr, einen Märtyrer zu beschreiben. Denn Gelehrten ist gut Predigen.

Was ist die Bestimmung für Dschihad?

Die Bestimmung für Dschihad ist, gegen die Ungläubigen und kriegerische Angreifer zu kämpfen, was im Religionsgesetz als eine kanonische Pflicht bezeichnet wird, die nur von einem Teil der Gemeinschaft erfüllt zu werden braucht und die also nicht für jeden einzelnen Muslim verbindlich ist, solange eine Gruppe in ausreichender Menge es dabei ist, es zum Vollzug zu bringen. Wie folgt gebietet Allah, Der Allmächtige:

„Die Gläubigen dürfen nicht alle auf einmal (für Dschihad) ausziehen. Warum rückt dann nicht aus jeder Gruppe nur eine Abteilung aus, auf dass sie (die Zurückbleibenden) in Glaubensfragen wohl bewandert würden? Und nach ihrer Rückkehr könnten sie (die Zurückbleibenden) ihre (ausgezogenen) Leute belehren, damit sie sich in Acht nähmen.“ (9/122)

Der obige Vers lehrt uns, dass Dschihad nur dem/denen eine verbindliche kanonische Pflicht ist, der/die durch das Oberhaupt eines islamischen Staates beauftragt wurde/wurden. Ferner wird es den gesamten Bewohnern eines Ortes, einschließlich von Frauen, zu einer verbindlichen kanonischen Pflicht in den Fällen, wo dieser Ort durch die Feinde angegriffen und überfallen werden sollte. Das bedeutet, dass alle ausnahmslos diesen Ort verteidigen und gegen die Angreifer kämpfen müssen. Lassen wir uns nun die folgende Überlieferung vom Propheten in Erinnerung rufen:

„Wenn eine Mobilmachung bekanntgegeben und zum Dschihad aufgerufen wird, solltet ihr daran unbedingt teilnehmen.“ (Einmütig gebilligt)

Was für Arten vom Dschihad gibt es?

Dschihad gegen die Ungläubigen und kriegerische Kämpfer (blutiger Kampf). Es wird durch Herz, Rede, Kraft und Vermögen verwirklicht. Wie folgt sagt nämlich unser ehrwürdiger Prophet: „Gegen Götzendiener solltet ihr durch eure Kräfte, Leben und Vermögen kämpfen.“ (Ahmed Ibn Hanbel, Ebu Davud und Nesei)

Dschihad gegen die Frevler, also gegen die, die Heiliges und Göttliches nicht mit dem nötigen Respekt behandeln und immer etwas Böses verüben. Dies geschieht wiederum durch Einsatz von Herz, Rede und Kraft. Unser ehrwürdiger Prophet sagt:

„O die islamische Gemeinschaft, wenn einer von euch innerhalb der islamischen Gemeinde über etwas oder über ein Wort hört und weiß, was durch die Scharia als etwas Verwerfliches bezeichnet wird, sollte er es, wenn möglich, durch die Hände verhindern, denn es ist eine obliegende Pflicht. Wenn es ihm nicht möglich ist, sollte er durch Beschimpfung und Tadel zu verhindern versuchen. Wenn er jedoch aus Furcht davor, geschädigt zu werden, durch das Reden nicht verhindern kann, sollte er im Herzen Groll dagegen hegen und sich dabei versprechen, es in Zukunft zu verhindern, wenn er dazu fähig sein wird. Denn es ist auch eine Obligation, auf solche Weise zu verhindern. Ein solcher Verbots- und Verleugnungsversuch im Herzen bedeutet vielmehr die Schwäche der Wirkung und der Früchte des Islam und des Glaubens.“

(Camius Sagir)

Dschihad gegen den Satan.

Es geschieht dadurch, dass man sich von jeder Art von auftretendem teuflischem Zweifel loslöst und alles meidet, was der Satan durch Begehrlichkeiten einem verschönert. Wie folgt gebietet Allah, Der Erhabene:

„O ihr Menschen, wahrlich, die Verheißung Allahs ist wahr, darum lasst euch nicht vom diesseitigen Leben betören, und lasst euch nicht vom Betörer über Allah betören. Wahrlich, Satan ist euer Feind; so haltet ihn auch für einen Feind. Er ruft seine Anhänger nur herbei, damit sie zu Bewohnern des flammenden Feuers werden.“ (35/5-6)

Dschihad gegen das eigene Selbst:

Es wird dadurch verwirklicht, dass man das eigene Selbst dazu zwingt, die Gebote der Religion zu lernen und das Nötige zu erfüllen und dementsprechende Taten zu verrichten sowie diese Gebote der Religion anderen Menschen beizubringen. So bleibt man von Begierden und Neigungen fern, um gegenüber den Intrigen der Seele Widerstand leisten zu können. Dschihad gegen die eigene Seele ist die größte unter den Gattungen des Dschihad. In diesem Sinne sagt sogar unser ehrwürdiger Prophet wie folgt:

„Der größte Dschihad ist der, der gegen die eigene Seele verwirklicht wird.“(Beyhaki)

Was für eine Weisheit sieht der Islam im Dschihad?

Mit all seinen Gattungen sind einige Weisheiten des Dschihad wie folgt zu bezeichnen:

Nur Allah zu dienen und sich anzustrengen, dass nur Ihm gedient wird, den Feind, die Bösewichte und das Böse zu vertreiben, das Leben und das Vermögen zu schützen, das Recht und die Gerechtigkeit zu beachten und zu wahren, das Gute und die Tugend zu verbreiten. Darüber sagt Allah, Der Allmächtige, wie folgt:

„Und kämpft gegen sie, damit keine Verführung mehr stattfinden kann und (kämpft) bis sämtliche Verehrung auf Allah allein gerichtet ist. Stehen sie jedoch (vom Unglauben) ab, dann, wahrlich, sieht Allah sehr wohl, was sie tun.“ (8/39)

Kurze Erläuterung des Vorzugs des Dschihad:

Es gibt viele Verse und erhabene Überlieferungen, die den Vorzug dessen verkünden, sich auf dem Wege Allahs anzustrengen und dabei als Märtyrer zu fallen. Hier werden nur die ungefähren Bedeutungen von ein paar Versen und Überlieferungen erwähnt, die nahebringen, dass Dschihad der größte Weg ist, Allah, Dem Erhabenen, am nächsten zu sein und dass es die vorzüglichste unter den Gottesverehrungen ist:

Allah hat von den Gläubigen ihr Leben und ihr Gut für das Paradies erkauft; sie kämpfen für Allahs Sache, sie töten und werden getötet, eine Verheißung- bindend für Ihn- in der Thora und im Evangelium und im Koran. Und wer hält seine Verheißung getreuer als Allah? So freut euch eures Handels, den ihr mit Ihm abgeschlossen habt; denn dies ist wahrlich die große Glückseligkeit.“ (9/111)

„Wahrlich, Allah liebt diejenigen, die für Seine Sache kämpfen, (in einer Schlachtordnung) gereiht, als wären sie ein fest gefügtes Mauerwerk.“ (61/4)

„O ihr, die ihr glaubt, soll ich euch (den Weg) zu einem Handel weisen, der euch vor qualvoller Strafe retten wird? Ihr sollt an Allah und an Seinen Gesandten glauben und euch für Allahs Sache mit eurem Gut und eurem Blut eifrig einsetzen. Das ist besser für euch, wenn ihr es nur wüsstet. Er wird euch eure Sünden vergeben und euch in Gärten führen, durch die Bäche fließen, und in gute Wohnungen in den Gärten von Eden. Das ist die große Glückseligkeit. Und noch etwas anders, das ihr liebt, (wird euch zuteil sein): Hilfe von Allah und naher Sieg. So verkünde den Gläubigen die frohe Botschaft.“ (61/10-13)

„Und betrachte nicht diejenigen, die auf Allahs Weg gefallen sind, als tot. Nein! Sie leben bei ihrem Herrn, und sie werden dort versorgt. Sie freuen sich über das, was Allah ihnen von Seiner Huld gab, und von Freude erfüllt (sind sie) über diejenigen, die ihnen noch nicht gefolgt sind, so dass keine Furcht über sie kommen wird und sie nicht trauern werden. Von Freude erfüllt (sind sie) über die Gnade von Allah und über Seine Huld und darüber, dass Allah den Lohn der Gläubigen nicht verloren gehen lässt. Diejenigen, die da auf Allah und den Gesandten hörten, nachdem sie eine Niederlage erlitten hatten: Für diejenigen von ihnen, welche Gutes taten und gottesfürchtig waren, ist großer Lohn. Diejenigen, zu denen die Leute sagten: „Seht, die Leute haben sich bereits gegen euch geschart; fürchtet sie darum!“ –Nur stärker wurden sie im Glauben und sagten: „Uns genügt Allah und Er ist der beste Sachwalter!“ (3/169-173)

Die ungefähre Bedeutung einer erhabenen Überlieferung lautet wie folgt:

„Wer gegen sie mit der Hand kämpft, ist ein Gläubiger und wer gegen sie durch seine Zunge kämpft, ist er auch ein Gläubiger; wer jedoch gegen sie im Herzen kämpft, ist ebenfalls ein Gläubiger. Darüber hinaus wäre keine Rede von einem Glauben auch in der Größe eines Senfkorns.

Was sind die Säulen (Vorschriften) des Dschihad:

Vor allem sollte hervorgehoben werden, dass durch einen den religionsrechtlichen Maßstäben entsprechend verwirklichten Dschihad zwei Sachen zum Vorschein kommen:

Entweder Sieg oder Märtyrertum.

Aus diesem Grunde sind die Säulen, die zu einem der Scharia entsprechenden Dschihad gehören:

Eine aufrichtige(gute) Absicht:

Denn alle Taten sind von der Absicht abhängig und der Absicht entsprechend wertvoller. Die Hauptsache im Dschihad ist die Absicht, das Wort Allahs an die würdigste Stelle zu bringen. Dabei sollte kein anderer Zweck verfolgt werden. In diesem Sinne erwähnen wir die ungefähre Bedeutung einer erhabenen Überlieferung:

„(Die Richtigkeit und die Vervollkommnung) der Absichten sind nur abhängig von den Absichten. Jeder bekommt dem entsprechend, was er beabsichtigt. Wer infolgedessen zu Allah und zu Seinem Gesandten auswandert, so war sein Ziel zu Allah und zu Seinem Gesandten. Wer jedoch beabsichtigt, das Weltliche zu erlangen oder einer Frau zu gefallen, so ist seine Auswanderung zu dem, zu wem oder wohin er auswandern wollte.“(Buchary)

Ferner bringt unser Prophet diese Tatsache wie folgt zum Ausdruck:

„Der Gesandte Allahs wurde gefragt, wer von beiden Leuten auf dem Wege Allahs gekämpft hat, von denen der eine nur für Rassismus und der andere zur Schaustellung an die Menschen gekämpft haben. Unser ehrwürdiger Prophet, Friede und Segen Allahs auf ihm, erwiderte wie folgt:

„Wer dazu kämpft, damit das Wort Allahs an die höchste Stelle und an die Weltherrschaft gebracht wird, so befindet er sich auf dem Wege Allahs. (d.h. der ist derjenige, der auf dem Wege Allahs kämpft, und kein anderer.“ (einmütig gebilligt)

Die Einwilligung des Kalifen:

Dschihad sollte hinter einem muslimischen Führer (Kalifen), mit dessen Erlaubnis und unter dem Banner des Monotheismus erfolgen. Denn den Muslimen wird niemals erlaubt, ohne eine Kalifen (Imam, Führer) zu leben. Auch wenn sie wenig an der Zahl sind, handelt es sich hier um eine unumstrittene Tatsache. Aus diesem Grunde ist es einem, der Dschihad verwirklichen und kämpfen will, niemals erlaubt, dies ohne Kalifen zum Vollzug zu bringen. Denn wie folgt gebietet Allah, Der Erhabene:

„O ihr, die ihr glaubt, gehorcht Allah und gehorcht dem Gesandten und denen, die unter euch Befehlsgewalt besitzen. Und wenn ihr über etwas streitet, so bringt es vor Allah und den Gesandten, wenn ihr an Allah glaubt und den Jüngsten Tag. Das ist das Beste und nimmt am ehesten einen guten Ausgang.“ (4/59)

Dass in diesem Vers im Zusammenhang mit denen, die Befehlsgewalt besitzen und denen, die nach Allah und Seinem Gesandten gehorcht werden sollte, eine Bedingung gestellt wird wie „minkum- unter euch“, zeigt eine große Relevanz. Mit Rücksicht auf diese Tatsache obliegt nun einer islamischen Gemeinschaft bzw. Gemeinde, im Falle dessen, wo man beabsichtigt, Dschihad zu verwirklichen, auf dem Wege Allahs zu kämpfen, um entweder zum Veteranen oder zum Märtyrer zu werden und um sich von der Herrschaft der Ungläubigen zu befreien und um in Freiheit zu leben, sollte man vorallererst einen Kalifen huldigen, der den Bedingungen für das Kalifat genügt. Das ist eine kanonische Vorschrift. Denn die Aufgabe eines Kalifen ist es, die erforderlichen Voraussetzungen zu organisieren und zu regeln, alles aufs richtige Gleis zu bringen sowie die notwendigen Kräfte zu mobilisieren, damit sie durch Reden, Krafteinsatz, Vermögen und Leben Dschihad führen, bis Allah dem Kalifen Seine Hilfe zuteilwerden lässt.

Vorbereitung auf Dschihad:

Man sollte auf Dschihad und Kampf vorbereitet sein. Das bedeutet, dass man den Möglichkeiten und bestehenden Kräften entsprechend Waffen, notwendige Kriegsgeräte und-apparate, Streitkräfte Glaubenskämpfer und Krieger vorzubereiten hat. In dieser Hinsicht sollte man die erforderliche Kraft und Bemühung einsetzen. Wie folgt gebietet Allah, Der Erhabene:

„Und rüstet gegen sie auf, soviel ihr an Streitmacht und Schlachtrossen aufbereiten könnt, damit ihr Allahs Feind und euren Feind- und andere außer ihnen, die ihr nicht kennt- abschreckt; Allah kennt sie (alle). Und was ihr auch für Allahs Sache aufwendet, es wird euch voll zurückgezahlt werden und es soll euch kein Unrecht geschehen.“ (8/60)

Einwilligung und Einverständnis der Eltern:

In der Ära der Glückseligkeit kam ein Muslim aus Jemen zum Propheten, Friede und Segen Allahs auf ihm und sagte. „O Gesandter Allahs, ich möchte auf dem Wege Allahs kämpfen.“, worauf unser ehrwürdiger Prophet fragte: „Hast du nahe Verwandte in Jemen?“ (Leben dort deine Eltern?) Als er die Frage bejahte, sagte unser ehrwürdiger Prophet: „Kehre zurück zu ihnen und hole ihre Einwilligung. Erteilen sie die Einwilligung, so darfst du am Dschihad teilnehmen. Falls jedoch nicht, tue Gutes für sie.“ (Buchary)

Nur in den Fällen, wo der Ort, in welchem sich man befindet, angegriffen und umzingelt wird oder der Kalif selbst den Betroffenen beauftragt, so braucht er nicht mehr, die Einwilligung und das Einverständnis der Eltern einzuholen.

Gehorsam an den Imam bzw. den Kalifen:

Wer dem Kalifen widersprechend kämpft und stirbt, so stirbt er den Tod der Unwissenheit. Denn wie folgt sagt unser ehrwürdiger Prophet in diesem Sinne:

„Wer etwas und einen Zustand von seinem Führer feststellt, das/der ihm nicht gefällt, so sollte er diesbezüglich Geduld aufbringen. Wenn einer unter den Menschen sich vom Sultan um eine Elle trennt, so stirbt er den Tod der Unwissenheit.“ (einmütig gebilligt)

Was für Eigenschaften sollte ein Glaubenskämpfer aufweisen?

Mein lieber Bruder im Glaubenskampf!

Du bist ein Glaubenskämpfer, der die Ordnung Allahs befürwortet und versucht, sie an die Herrschaft zu bringen. Aus diesem Grunde solltest du mit solchen Eigenschaften ausgestattet sein, über die die anderen Menschen niemals verfügen könnten. Nun werfen wir einen kurzen Blick auf diese Eigenschaften und sollten sie wiederholt durchlesen, um in unseren Gedächtnissen eingeprägt zu behalten:

Du darfst dich niemals mit Feinden Allahs befreunden, weder im Geheimen noch in aller Öffentlichkeit, sie jemals lieben. Denn Allah, Der Erhabene, gebietet wie

folgt:

„O ihr, die ihr glaubt, nehmt euch nicht Meine Feinde und eure Feinde zu Beschützern.“ (60/1)

Du solltest die Gläubigen offensichtlich lieben und zu deinen Beschützern nehmen. Denn Allah, Der Almmächtige, gebietet wie folgt:

„Eure Beschützer sind wahrlich Allah und Sein Gesandter und die Gläubigen, die das Gebet verrichten, die Almosensteuer entrichten und sich (vor Allah) verneigen.“ (5/55)

Du solltest die Moral des Korans zu dir eigen machen und zu deinen offenkundigsten Eigenschaften werden lassen, und zwar dein ganzes Leben hindurch.

Dein einziges Ziel sollte es sein, Dschihad zu verwirklichen ohne Rücksicht auf den Tadel der Tadelnden und ohne jemals irgendwelcher Besorgnis zu verfallen.

Du solltest streng gegen die Ungläubigen, jedoch barmherzig gegenüber den Gläubigen sein, was in unserem Buch gebietet wird. (Siehe Sure Al Maida, Vers 54)

Du solltest es meiden, in all deinen Handlungen, Worten und Taten die Ungläubigen nachzuahmen und deren Symbole zu tragen.

Dein Ziel sollte Allah, Der Erhabene, dein Wegweiser der Gesandte Allahs, deine Verfassung der Koran, und dein Weg zum Dschihad führen und dein größter Wunsch, als Märtyrer zu sterben.

(Zusammengefasst aus den Abhandlungen des verstobenen Hasan El Benna, der sein ganzes Leben hindurch als ein Glaubenskämpfer lebte und nach einem Märtyrertod ins Jenseits verzogen war. Allah möge ihn in Seine Gnade nehmen.)

9. Was braucht ein Glaubenskämpfer auf den Schlachtfeldern?

Er sollte sehr beharrlich sein und niemals der Front entlaufen. Dieses Gebot gilt nur dann, wenn das feindliche Heer um das Doppelte stärker ist als die Streitkräfte der Muslime. Ist das feindliche Heer jedoch stärker als das Doppelte des muslimischen Heeres, so ändert sich die Lage. Wie folgt spricht Allah, Der Erhabene:

„O ihr, die ihr glaubt, wenn ihr auf die Ungläubigen stoßt, die Heerzug vorrücken, so kehrt ihnen nicht den Rücken.“ (8/15)

Er sollte sowohl im Herzen als auch in Worten Allahs gedenken, auf die Hilfe Allahs hoffen, um unter Erinnerung an das Versprechen und an die Verheißung Allahs Stärke zu erlangen. Insbesondere sollte er immer wieder im Gedächtnis halten, dass Allah Seinen Freunden Hilfe und Unterstützung wird zuteilwerden lassen. Denn dieser Zustand gewährt dem Herzen Beharrlichkeit und verschafft den Soldaten das Bewusstsein für die Solidarität.

Der Glaubenskampf sollte weitergeführt werden unter der Bedingung, dass Allah und Seinem Gesandten sowohl an der Front als auch in den Fällen, wo es ums Leben und den Tod geht, gehorcht, und ihren Geboten kein Widerstand geleistet wird, und ihre Verbote niemals verübt werden. Bei dieser Gelegenheit sollte ins Gedächtnis gerufen werden, dass 50 Bogenschützen bei der Schlacht Uhud auf die Anweisungen und Befehle nicht achteten und ihre Stellungen verließen und sich deswegen eine unerwartete Niederlage einstecken mussten. Hier sieht man, was alles ein unerwünschter Widerstand gegen einen Befehl verursachen könnte, auch wenn es sich bei dem Befehlshaber um den Gesandten Allahs und bei den Streitkräften sich um die Prophetengefährten handeln mag. Nun wäre es besser für uns, darüber gründlich nachzudenken.

Man sollte all unnötige Streitigkeiten und Auseinandersetzungen beiseitelegen und in einer Reihe, einheitlich und mit einer gemeinsamen Fauststärke kämpfen, und zwar wie die Ziegelsteine eines Mauerwerks, die durch Bleiguss einander befestigt sind.

Man sollte Geduld aufbringen und darin wetteifern sowie furchtlos und tapfer bleiben, um unter gegenseitiger und gemeinsamer Geduldaufbringung in den Kampf zu ziehen. Man sollte gegen den Tod laufen, als ob man zu einer Hochzeitsfeier gehen würde. Denn ein solches Verhalten verbreitet einen Boden dafür, dass die feindlichen Reihen aufgelöst werden und deswegen der Feind eine Niederlage erleidet. Denn Allah, Der Allmächtige, spricht wie folgt:

„O ihr, die ihr glaubt, wenn ihr auf eine Schar stoßt, so bleibt fest und denkt eifrig an Allah, auf dass ihr erfolgreich sein möget. Und gehorcht Allah und Seinem Gesandten und hadert nicht miteinander, damit ihr nicht versagt und euch die Kampfkraft nicht verlässt! Seid geduldig! Wahrlich, Allah ist mit den Geduldigen!“ (8/45-46)

10. Die Normen des Dschihad und der blutigen Schlacht:

Ein Glaubenskämpfer und Krieger sollten ein paar Regeln beachten. Denn diese

Regeln sind solch überaus wertvolle Faktoren, die zum Sieg und zur Hilfe Allahs

verhelfen.

Man sollte niemals die militärischen Geheimnisse und Kriegspläne verraten.

Man sollte ein paar Symbole, Parolen und Zeichen verwenden. Diese sind dazu dienlich, dass die islamischen Soldaten auf diese Weise einander erkennen und vor der Gefahr geschützt werden, irgendeiner Falle zum Opfer zu fallen.

Man sollte bevorzugen, zu schweigen, sobald die Schlacht beginnt. Denn manch einige Stimmen verursachen Lockerung, Auflösung und Stumpfheit des Verstands.

Man sollte für den Kampf die besten Stellungen wählen, die kriegerischen Soldaten in Reihe und Ordnung bringen und auf die günstigste Zeit warten. Dies alles verhilft dazu, den Feind unerwartet anzugreifen und zu überfallen.

Man sollte vor der Kampfansage die Ungläubigen zum Islam einladen oder sie mahnen, andernfalls Schutzgelder zu entrichten. Im Falle des Widerstands sollte man mit dem Kampf beginnen.

Man sollte keinen Beutendiebstahl begehen. Falls sie an der Schlacht nicht aktiv teilgenommen haben, sollte man die Geistliche (Mönche, Priester), Kinder und Frauen niemals töten. Wenn sie sich jedoch daran beteiligen, so ist es erlaubt, auch sie zu töten.

Falls ein Muslim oder ein Staat jemanden begnadigt und sein Leben in Schutz nimmt, sollte man ihn niemals ungerecht behandeln. Das bedeutet, dass das geschlossene Abkommen niemals gebrochen werden darf.

Auf keinen Fall sollte man den Feind im Feuer verbrennen. Denn eine solche Handlung wurde durch den Gesandten Allahs wie folgt verboten:

„Wenn ihr soundso findet, so tötet ihn, aber verbrennt ihn nicht im Feuer. Denn niemand außer Allah, Dem Erhabenen, wäre berechtigt, durch Verbrennen im Feuer zu bestrafen, zu peinigen.“(Buchary)

Die Getöteten sollte man niemals martern, indem man z.B. durch Ausbrennen und Abschneiden mancher Organe sie bestraft und peinigt.

Immer wieder sollte Allah man Allah beten dafür, gegen den Feind seine Hilfe zur Verfügung zu stellen. Das folgende Bittgebet unseres ehrwürdigen Propheten wird im Folgenden sowohl in Text als auch in ungefährer Bedeutung wiedergegeben:

اَللهُمَّ مُنْزِلَ الْكِتَابِ ، سَرِيعَ الْحِسَابِ ، اهْزِمْ اِلاَّخْزَابِ ، اَللهُمَّ اهْزِهْهُمْ وَزَلْزِلْهُمْ "

„O Allah, Herabsender des Buches, schnell in der Abrechnung, schlage die Scharen in die Flucht, O Allah, schlage sie in die Flucht und erschüttere sie.“ (einmütig gebilligt)

Was bedeutet die Verwirklichung des Dschihad?

Dschihad bildet die Grundlage des Lebens, der Ordnung, der Freiheit und der menschenwürdigen Lebensführung. Trotzdem ist er eine Aufgabe, die die Seele am meisten belastet und vielen Hindernissen gegenübersteht. Wie sehen nun die Hindernisse aus, die die Menschen verhindern, diese Aufgabe zu erfüllen? Sind die etwa solche Hindernisse, die niemals zu überwinden wären? Nun wollen wir sie so kurz wie möglich behandeln:

Anhänglichkeit für das Diesseits:

Auf der Spitze der Hindernisse, die die Menschen daran verhindern, in den Dschihad zu ziehen, befindet sich ihre Anhänglichkeit für das Weltliche. Dieser Zustand hält die Menschen davon ab, in den Dschihad zu ziehen.

Die Furcht:

Eines der Hindernisse, die die Menschen daran hindern, Dschihad zu verwirklichen, ist die Angst um das Vermögen und das Leben. Der Mensch fürchtet davor, gegen den Feind zu ziehen aufgrund der Befürchtung, das Leben und das Vermögen zu verlieren. Darüber sagt Allah, Der Erhabene, wie folgt:

„Sie werden auf Allahs Weg kämpfen und den Vorwurf des Tadelnden nicht fürchten.“ (5/54)

Schwäche:

Sie ist das eine und vielleicht das wichtigste der Hindernisse, die sich uns in den Weg stellen. Denn viele behaupten, sie würden noch nicht über die erforderlichen Kräfte verfügen, um nicht einmal die Absicht zu hegen, in den Dschihad zu ziehen. Werden die Kraft und die Macht aus dem Boden hervorquellen oder vom Himmel herabfallen, so dass wir darauf warten sollten? Erwarten wir jedoch aus der Erde und vom Himmel die Hilfe Allahs, die erforderliche Kraft und Macht, so müssten wir erst das tun, was uns obliegt und dann erst sollten wir sagen: „Allah ist gnädig!“. Wären es nicht die größte Kraft und Macht, in diesem Sinne über einen aufrichtigen Glauben zu verfügen, die erforderlichen Vorbereitungen zu treffen?

Amts- und Stellungssucht:

Der eine der Faktoren, die verhindern, das Gebot Allahs zu verkünden, die Menschen zur Wahrheit aufzurufen und das Böse zu verwehren, ist es, nach den Ämtern und Stellungen süchtig zu sein, die man bekleidet und davor zu fürchten, diese Ämter und Stellungen zu verlieren. Das bedeutet jedoch, dass ein solcher Mensch das vergängliche Amt dieser Welt der ewigen Herrschaft vorzieht.

Beziehungen wegen der Familienabstammung und der Verwandtschaft:

Die Sorge dafür, die Verwandtschaft zu verletzen und zu bekümmern, ist ebenfalls ein Hindernis dagegen, die Wahrheit und die Gerechtigkeit zu verkünden, das Gebot Allahs kundzutun. Solche Handlung widerspricht völlig dem islamischen Glauben.

Gleichgültigkeit:

Ein anderer Faktor, der ein Hindernis dagegen ist, die Wahrheit zu verkünden, ist die Gleichgültigkeit. Eine solche Anschauung hat mit dem Islam nichts zu tun. Dass die Muslime dieses Bewusstsein aufweisen, verursacht, dass das Gute durch das Böse, das Recht durch das Unrecht ersetzt wird und dass die Generationen und die Gemeinschaften verderben. Aus diesem Grunde treten nun die Nachteile der Worte wie „das Feuer, das mich nicht brennt, lösche ich nicht.“, „Jeder zahle seine Zeche.“ Sehr deutlich hervor.

Wie könnte man diese Hindernisse loswerden?

Nun gibt es Mittel und Rezepte dafür, die Hindernisse zu überwinden, die die Verwirklichung des Dschihad zu verhindern und diese Krankheiten loszuwerden. Diese könnte man wie folgt zusammenfassen:

Niemals die Hoffnung aufgeben.

Auf keinen Fall sollte man hoffnungslos werden, sondern immer auf etwas Gutes hoffen. Man sollte hoffen und glauben, dass Allah, Der Erhabene, mächtig ist, Seine Diener im Nu von einem Zustand in einen anderen Zustand zu bringen, denn die Herzen liegen in Seiner Hand.

Es ist erforderlich, das Buch Allahs und die Sunna Seines Gesandten zu lernen, um ein dementsprechendes Leben zu führen.

Niemals sollte man sich auf die Nachrichten der Medien und Nachrichtenagenturen der Götzendiener, der Ungläubigen, des Westens und der USA blindlings verlassen. Besondere Vorsicht geboten bei Kartellmedia und bei der kemalistischen Nachrichtenagentur.

Soweit man nur um Allahs willen arbeitet und die Bedingungen dafür erfüllt, wird man niemals verzweifelt sein, dass Allah Seine Beihilfe unbedingt gewähren wird.

Man sollte keine Zugeständnisse bezüglich der Religion erteilen nur wegen der Auffassung, dass die Umstände es erforderlich machen würden. Niemals sich durch jede Art der Farben färben zu lassen wie ein Chamäleon und wie die Parteianhänger es zu tun pflegen. Denn wichtig ist es, das Wohlgefallen Allahs zu erlangen, nicht jedoch das Herz der Kemalisten und Demokraten zu gewinnen. Wenn man glaubt, sollte man auf den sicheren und absoluten Weg hoffen. Auch wenn man keinen Sieg erringen würde, sollte man sich immer darüber freuen, dass man auf dem Wege Allahs stirbt, was einem ja genügen sollte! Nun genügt uns Allah, Der Erhabene. Er ist der Beste Anwalt, der beste Herr und der beste Helfer!

DIE HEERSCHAREN ALLAHS, DES ALLMÄCHTIGEN

Zur besseren Erkennung Allahs (bzw. zur Erlangung der Gotteserkenntnis) gibt es viele weite Horizonte und Gebiete. Ein Teil von ihnen ist wie folgt:

Die Gläubigen sollten sich darüber im Klaren sein, dass die Tatsache, dass Allah, Der Erhabene, bei einem gegen den Unglauben abgelieferten Kampf immer mit ihnen dabei ist, in die Gedächtnisse und Herzen eingeprägt werden sollte. Zweifellos weist der Umstand, dass Allah immer mit den Gläubigen ist und ihnen Sein Beistand ohne weiteres zuteil sein wird, ihnen eine große Bedeutung auf. Die Gebiete und Horizonte, die durch dieses Bewusstsein am meisten beeinflusst werden, gelten als solche Faktoren, die bewirken, dass sie die jene Hoffnungslosigkeit wie "Die Gläubigen sind weniger an der Zahl und was könnten wir sonst machen?“ loswerden, um sich unter Zusammenführung der Reihen zu vereinigen und um einen höheren Kampfgeist zu bekommen.

Dass ein Befürworter der Religion den Beistand Allahs immer fühlt und daran fest glaubt, verleiht ihm das Bewusstsein, dass er auf den Schlachtfeldern immer der Stärkste und Überlegenste ist. Es könnte sein, dass er allein kämpft, auf den Schlachtfeldern allein gelassen wird und sogar nur als Einzelner Angriffe vornimmt und als eine einzige Person verteidigen muss und wiederum als Einzelner eine Schlacht abliefern soll. Dennoch steht Allah ihm immer bei.

In dem tiefgründigen Verständnis eines bewussten Gläubigen nimmt die „Gotteserkenntnis“ einen großen Platz ein. Von dieser Glaubensüberzeugung ist sein Herz proppenvoll. Das Herz eines solchen Gläubigers ist mächtiger als jede Art der Kräfte. Mögen die Macht und die Stärke der Islamfeinde (Taghut oder Götzendiener) so groß wie möglich sein, ist sein Herz stärker und solider als sie. Denn die Gläubigen wiederholen während ihrer täglichen Gebete Dutzende Male in Form einer Parole „Allahuekber= Allah ist groß!“

Gerade dieses Verständnis und der tiefergreifende Horizont des Gläubigers lassen in der Seele eines gläubigen Menschen den festwurzeligen Glauben an die unendliche Größe, Herrlichkeit, Stärke und Allmacht Allahs einprägen. Gegen die götzendienerischen (islamfeindlichen) und grausamen Mächte und Staaten liefert er durch diese Parole seinen ewigen Kampf ab.

Auf diese Weise verwandeln sich die Glaubensüberzeugung, die Parolen des Islam und das Gebet in das Bewusstsein der Macht und Herrlichkeit, wie wir oben ebenfalls zum Ausdruck gebracht haben, verleihen das Gebet und die Parole „Allahuekber“ im Gebet dem Gläubigen Kraft, Herrlichkeit, Ausdauer und in den Schlachtfeldern eine feste Zielrichtung. Aber heute sehen wir zu unserem großen Bedauern, dass dieses Bewusstsein und solche Parolen weit fern vom Leben unserer heutigen Muslime liegen. Wie hat das Gebet in den Schlacht- und Kampffeldern seine Funktion verloren?

Wie kam es dazu, dass das Gebet und die von den auf dem anatolischen Boden emporragenden um die Hunderttausenden Minaretten zu vernehmenden Gebetsrufe im Leben dieser islamischen Gemeinschaft nichts mehr bedeuten, so dass die Feinde Allahs immer ermutigt sind, die Muslime so leicht einschüchtern zu können?

Lassen wir uns inzwischen eine kurze Beurteilung vornehmen:

Die Kolonialisten waren darin erfolglos, in den islamischen Ländern die Religion im theoretischen Sinne vom Staat zu trennen. Selbstverständlich gibt es dabei Ausnahmen wie die Türkei. Die zu allem Trotz gläubigen und bewussten Muslime verwerfen diese Auffassung, wobei sie daran glauben, dass die Politik zu einer der religiösen Angelegenheiten gehört und akzeptierten aufrichtigen Herzens, dass die Politik ein Teil der Religion ist. Dennoch es gibt eine Realität, die keinen Zweifel duldet, dass sie in einer Sache erfolgreich waren, und zwar darin, zwischen die Glaubensüberzeugung und die Politik einen Keil zu schieben, bis diese Separation sich im Gedankenleben dieser islamischen Gemeinschaft niederlassen konnte. Die islamische Studie überliefert eine Tatsache, dass die Glaubensüberzeugung von der Politik zu trennen gefährlicher und fehlerhafterer ist als die Religion von der Politik zu trennen, und zwar so, dass die Muslime von heute allmählich die jene Auffassung erwerben mussten, die Politik wäre ein unabhängiger Prozess, der sich fern vom Glauben und von der religiösen Überzeugung abläuft und damit nichts zu tun hätte, als wären die religiöse Überzeugung eine Dimension und die Politik eine andere Dimension. Das bedeutet, dass die Muslime in jene Vermutung gerieten, dass die Politik und die Religion zueinander keine Beziehungen hätten und sich voneinander niemals abhängen würden, als ob die Politik sich in einer selbständigen Welt ablaufen würde und die Herrschaft Allahs in einer ganz anderen Welt. Als würde das Leben den menschlichen Ordnungen und Gesetzen entsprechend fortgeführt werden und als wären die politischen, militärischen und wirtschaftlichen Bestimmungen in den Händen der Menschen, wodurch sie zur Meinung gelangen, dass Allah, Dem Allmächtigen, diesbezüglich keine Wirkung und keine Berechtigung zustehen würden.

Eins sollte klar und deutlich zum Ausdruck gebracht werden, dass nach der Glaubensüberzeugung vieler Menschen Allah, Der Erhabene, es ist, Der die Erde, die Himmel, die Planeten dieses unendlich großen Universums, Ozeane, Flüsse und hohe Berge erschuf. Auf Seine Anordnung hin regnet es, auf Seinen Befehl hin bekommt die Erde grüne Pflanzen wie Bäume, die später Früchte tragen. Er lässt die Jahreszeiten aufeinander folgen bzw. nacheinander wechseln. Sowohl einst als auch in Zukunft geschieht alles auf Seinen Befehl hin.

Jedoch ändern sie wieder sofort ihre Ansichten und Glaubensüberzeugung, um die Angelegenheit einen ganz anderen Verlauf nehmen zu lassen, wenn es sich dabei um die Politik, Herrschaft und Regierung handelt. Sie stellen dabei eine solche Behauptung auf, als ob sich die Politik um eine ganz andere Achse ablaufen würde. Diese Achse jedoch wird gebildet durch zwei Supermächte und die Staaten derer Genossen, deren militärische und wirtschaftliche Herrschaften und am hauptsächlichsten deren Politik. Wehe nun den Ländern der Dritten Welt (also den islamischen Ländern) im Falle dessen, wo sich diese zwei Supermächte (Amerika, Russland) und deren Freunde verbinden! Ihnen wird es nicht mehr möglich sein, sich von ständiger Grausamkeit und Unterdrückung zu befreien.

Wehe ist wiederum der ganzen Menschheit, wenn diese beiden Supermächte aufgrund mancher Meinungsverschiedenheiten sich zu streiten beginnen sollten. Meiner festen Vermutung zufolge werden diese vielmehr zur Wahrung ihrer Belange in den Punkten festbleiben, einander zu verstehen und sich zu verbinden, was durch die jetzige Lage bestätigt wird.

Was die Länder der Dritten Welt betrifft, weisen sie in der politischen Arena sowieso keine Bedeutung auf. Sie sind leider nicht mehr fähig, irgendeine Macht und irgendein Ansehen zu bilden. Hinzu kommt noch, dass sie keinen Glauben an Allah, Seine Allmacht und Seine Erhabenheit aufweisen. Da diese jedoch nach Richtlinien der beiden Supermächte und des Westens ihr Leben gestalten, räumen sie in der heutigen Politik dem Glauben keinen winzigen Platz ein. Das ist also die glatte bittere Wahrheit samt ihrer ganzen Schwermut.

Wie gerieten wir in eine solche Lage?

Ohne jegliche Verschleierung und Vertuschung möchten wir hier zum Ausdruck bringen, dass wir die Politik in den Schulen der Kolonialisten gelernt haben. Wenigstens haben wir endlich begonnen, zu verstehen, was die wahre Politik (Verwaltungskunst) bedeutet. Darüber pflegen wir zu diskutieren, sie zu analysieren und die politischen Geschehnisse zu kommentieren. Jedoch wonach bzw. nach welchen Kriterien?

Selbstverständlich nach Kriterien und Prinzipien unserer Herren Kolonialisten! Die Erziehung, die wir in den politischen Schulen erhalten, die nur den eigenen Gesinnungen der Kolonialisten dienen, ließ bei uns selbst und in unserem Verstand solche Einflüsse, deren wir leider immer noch nicht bewusst sind! Warum können wir immer noch nicht begreifen?

Immer noch nicht haben wir merken können, dass diese betroffenen Schulen solche Institutionen sind, die sich auf die antike jüdische Gesinnung stützen, und zwar auf eine solche Gesinnung bzw. Auffassung, wonach Allah, Der Erhabene, nach Seiner Erschaffung des Universums und des Menschen davon abgelassen hätte, sich ins Leben der Menschen einzumischen wie diesbezügliche Bestimmungen zu erlassen, zu geben und zu nehmen, Verbote und Gebote anzuordnen, um sich in eine Ecke zurückzuziehen. Aus diesem Grunde wurde der Mensch zu einer solchen Autorität, die für ihr eigenes Leben Bestimmungen erlässt, nimmt und gibt sowie Gebote und Verbote anordnet. Wie folgt bringt der Koran diese Angelegenheit in kurzer Zusammenfassung wie folgt:

„Und die Juden sagen: „Die Hand Allahs ist gefesselt.“ Ihre Hände sollen gefesselt sein, und sie sollen verflucht sein um dessentwillen, was sie da sprechen. Nein, Seine Hände sind weit offen; Er spendet, wie Er will. Und was auf dich von deinem Herrn herabgesandt wurde, wird gewiss viele von ihnen in ihrem Aufruhr und Unglauben noch bestärken. Und Wir haben unter ihnen Hass und Zwietracht bis zum Tage der Auferstehung gesät. So oft sei ein Feuer für den Krieg anzündeten, löschte Allah es aus, und sie trachteten nur nach Unheil auf Erden; und Allah liebt nicht die Unheilstifter.“ (5.Maide, 64)

Wie man sieht, wurde die antike Überzeugung durch systematische Veränderung „dem Laizismus“ zugrunde gelegt, der heute in der politischen Arena verwendet wird. Die laizistische Auffassung, die eine jüdische Produktion und jüdischer Abstammung ist, steckte zirkulierend auch die islamischen Völker an. Wir gerieten in eine Lage, wo wir dadurch den Staat zu regieren begannen, als ob es sich dabei um die Wahrheit handelte. Wir gehen damit ins Bett und stehen damit auf. Man setzte ihn unter die jenen Artikel der Verfassung, die nicht zu verändern wäre und deren Veränderung sogar niemals vorzuschlagen sei. Der Kemalismus (die türkische Version der Demokratie) wurde in den Schulen den Kindern als eine der Glaubensbedingungen gelehrt. Dadurch hat man die islamischen Länder mehr stinken lassen als sonst. Man ist nun beabsichtigt, mit dieser Flüssigkeit des Laizismus das Kopftuch unserer muslimischen Schwester anstecken, die gerne an den Universtäten studieren wollen.

Nun ist bekannt geworden, dass manche Leute, die mittels der Erziehung die islamischen Grundsätze, die göttlichen Attribute in aller Ernsthaftigkeit in die Herzen und Geister nicht einprägen konnten, über Allah, Den Erhabenen, ähnliche unpassende Worte verwenden sollen. So zum Beispiel sind die Beschwerden und Erdichtungen wie „Allah sieht uns nicht“, „Allah hat uns vergessen“, „Er gibt uns sowieso überhaupt nichts“, „Lasst Allah niemals in diese Angelegenheiten einmischen“, „Zieht die Religion niemals in die Staatsangelegenheiten hinein“, „Der Staat könnte niemals durch die Scharia-Gesetze regiert werden“, „Möge Allah sich nur in die himmlischen Angelegenheiten einmischen, die Politik und der Staat werden nur durch uns geführt.“ und „Die Herrschaft steht nur dem Volke zu!

Dies alles zieht jedoch Gottlosigkeit nach sich. Wer so etwas ausspricht, sollte dessen reumütig abschwören. Sonst könnte er vom göttlichen Fluch heimgesucht werden, und zwar wie die Juden bereits aus dem gleichen Grund verflucht wurden. Indem durch die angehenden Verse des Korans die unpassenden Worte der Juden über Allah als Beispiel verkündet werden, werden die Gläubigen ermahnt wie zugleich gelehrt wird, wie man über Allah denken und an Ihn glauben sollte. Das Wort „Fesad = Verderbtheit“ ist vielseitig und manifestiert sich in wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Bereichen.

Gibt es immer noch solche Augen, die den Erfolg der Juden von heute im wirtschaftlichen Faktor und die Tatsache immer noch nicht sehen konnten, dass der Kulturimperialismus der Christen die islamische Welt in vieler Hinsicht in einen Erschöpfungszustand geführt hat? Was wäre noch dazu zu sagen, wenn immer noch solche Muslime geben sollte, die ihr ganzes Leben in Sorglosigkeit zu verbringen pflegen?

Nun wollen wir einige Beispiele über diejenigen aufführen, die immer noch in Sorglosigkeit schlafen und die den Islam ihrer eigenen Selbstsüchtigkeit entsprechend zu interpretieren versuchen. Denn wir hoffen, dadurch nützlich zu sein. Als diese Abhandlung verfasst wurde, sprang in den Zeitungen eine solche Überschrift ins Auge:

„Der Islam und der Laizismus“

Ich überflog sie in größter Eile. Siehe da! Was für Sachen diejenige Eliteschicht hinausposaunt hat, die im Namen des Islam das Wort führt und sich dabei für Islamisten hält?

Rıza Akçalı, ein DYP-Abgeordneter (Partei des Rechten Weges) sagt: “Es gibt keinen Zwang im Glauben. Der Islam, der besagt, dass die Muslime ihre eigene Religion haben, während die anderen wiederum ihre eigenen Religionen haben, keine Probleme für den Laizismus bildet genauso wie der Laizismus kein Problem für den Islam bedeuten sollte.“ (Zeitung „Zaman“ vom 16.06.1998)

Unter anderem sagt Hüseyin Gülerce (ein Kolumnist der Zeitung „Zaman“): „Der Laizismus bedeutet, die Menschenrechte, die Meinungs- und Äußerungsfreiheiten sowie Glaubens- und Andachtsfreiheiten unter die Staatssicherheit zu bringen.“ (15.06.1998)

Dozent Dr. Durmuş Hocaoğlu sagt: „Der Laizismus, der die Trennung der Religion vom Staat bedeutet, ist ein der Türkei eigener Begriff und eine für sie eigene Anwendung. Der Staat hat zwar keine Religion, aber dem Bürger steht frei, irgendeine Religion zu wählen. “Zaman, 16.06.1998)

Yaşar Nuri Öztürk, der eine eigene Rechtsschule namens „Yaşariyye“(?) bildete, sagt: „Meiner Meinung nach ist der Laizismus eine Maßnahme, die man für die Religion getroffen hat, damit dasselbe nicht wieder passieren sollte, was die Omaijaden der Religion angetan haben.“ (16.06.1998)

Taha Akyol (Journalist) schreibt:

„Die Politisierung der Religion verursachte den Ausbruch vieler Kriege. Denn Allah wird doch nicht kommen, um uns zu regieren.“ (Zaman, 16.06.1998)

Nun haben wir endlich die Tatsache lernen können, dass man durch die Erziehung über den Laizismus in den Schulen der antiken Juden und neuer Kolonialmächte uns durch Gewalt weiß machen wollte, man brauche niemals Allah in unsere Angelegenheiten einmischen zu lassen und man solle die Herrschaft und die Politik dem Menschen überlassen müssen. Wenn wir zur Besinnung kommen, und Allah, Den Erhabenen, gebührend erkennen, in voller Gewissheit akzeptieren und glauben, dass die Herrschaft nur Allah, Dem Allmächtigen, zusteht und dass es nicht möglich ist, die Politik vom Glauben und die Religion von der Politik zu trennen, erst dann könnten wir nur darauf hoffen, dass Allah wie in der Vergangenheit mit und bei uns ist und uns helfen wird und dass wir wieder die einstige ruhmreiche und prunkvolle Macht zurückerlangen werden.

Nun wollen wir im erhabenen Koran durchblättern und blicken in die Vergangenheit zurück, um zu sehen, wie Allah, Der Erhabene, denjenigen half, die im Rahmen Seiner Schranken lebten. Gemeinsam sollten wir nun versuchen, herauszubekommen und festzustellen, wie wir sein sollten und welche Bedingungen erfüllen müssten, damit die gleiche göttliche Hilfe auch uns zuteilwerden könnte!

Hier sehen wir keine Veranlassung dazu, auf die Einzelheiten der mit der Glaubenslehre zusammenhängenden Verse einzugehen, die wir im Buch Allahs zu lesen pflegen, sondern wir werfen nur einen kurzen Blick:

Der Koran verbindet alles, insbesondere das, was sich in diesem Universum abspielt, mit dem Willen Allahs, Des Erhabenen. Die Gesamtheit aller Vorgänge und Verfügungen in der Vergangenheit sowie in Zukunft wird durch Allah, Den Allmächtigen, verwaltet. Nichts liegt außerhalb Seines Wissens. Keine Macht wäre im Stande, Seiner Macht zu widerstreben. Weit eicht Sein Thron über die Himmel und die Erde, und es fällt Ihm nicht schwer, beide (Himmel und Erde) zu bewahren. Er ist Der Hohe, Der Erhabene.

Wie oben erwähnt wurde, beansprucht dieses Thema aufgrund seiner Voluminösität eine Menge Zeit. Wir behandeln es hier aber in kurzer Zusammenfassung und beginnen gleich mit der Behandlung dieses Themas: Nun ließ Allah, Der Erhabene, die Gläubigen in ihrem Kampf gegen die Falschheit, wo und wann Er ihnen Seine Hilfe versprochen hat. Die Macht, der Staat und die Herrschaft der Falschheit konnten in den Schlachtfeldern keine Wirkung erzielen. Mit Allahs Erlaubnis werden sie bis zum Jüngsten Tag keine Wirkung erzielen können. Denn es gibt keine einzige Macht, die in der Lage wäre, die Hilfe Allahs zu verhindern. Hier sind einige der Verse, in denen Allah, Der Allmächtige, den Gläubigen Seine Hilfe verheißt:

„O ihr, die ihr glaubt, wenn ihr Allahs (Sache) helft, so wird Er euch helfen und euren Füßen Halt geben. (euch Ausdauer und geistige Unterstützung verleihen) “ (47.Muhammed, 7)

„Wahrlich, helfen werden Wir unseren Gesandten und denen, die gläubig sind, im diesseitigen Leben und an dem Tage, wo die Zeugen (zur Ablegung ihrer Zeugenschaft) vortreten werden.“ (40. Ghafir/Mü’min, 51)

„Bekämpft sie; so wird Allah sie durch eure Hand bestrafen und demütigen und euch gegen sie helfen und dem Herzen eines Gläubigen Volkes Heilung bringen.“ (9. At Tauba, 14)

„…und Allah wird gewiss den zum Sieg verhelfen, der für Seinen Sieg eintritt. Allah ist wahrlich Allmächtig, Erhaben.“ (22. Al Hadsch, 40)

„…und haltet an Allah fest. Er ist euer Beschützer, ein vortrefflicher Beschützer und ein vortrefflicher Helfer!“ (22. Al Hadsch, 78)

„Doch Allah ist euer Beschützer, und Er ist der beste Helfer.“ (3. Al-i Imran, 150)

„Und wenn sie (euch) den Rücken kehren, dann wisst, dass Allah euer Beschützer ist! Welch bester Beschützer und welch bester Helfer ist Er!“ (8. Al Anfal, 40)

„Und wer Allah und Seinen Gesandten und die Gläubigen zu Beschützern nimmt, der soll wissen, dass Allahs Schar (Muslime aus der Gruppe Allahs) es ist, die siegreich sein wird.“ (5.Al Maida, 56)

„Und Allah kennt am besten eure Feinde, und Allah genügt als Beschützer, und Allah genügt als Helfer.“ (4. An Nisa, 45)

„Doch dein Herr genügt als Führer und als Helfer.“ (25. Al Furqan, 31)

„Wie oft hat nicht eine geringe Schar über eine große Schar gesiegt mit Allahs Erlaubnis! Und Allah ist mit den Geduldigen.“ (2. Al Baqara, 249)

„Und diejenigen, die in unserer Sache wetteifern- Wir werden sie gewiss auf unseren Wegen leiten. Allah ist mit denen, die Gutes tun.“ (29. Al Ankebut, 69)

„Beim Vormittag und bei der Nacht, wenn alles still ist! Dein Herr hat dich weder verlassen noch verabscheut.“ (93. Ad Ducha, 1-3) und

„Wahrlich, mit der Drangsal geht Erleichterung einher; wahrlich, mit der Drangsal geht Erleichterung einher.“ (94. Inschirach, -6)

„Allah hat es vorgeschrieben: Sicherlich werde Ich siegen. Ich und Meine Gesandten. Wahrlich, Allah ist Allmächtig, Erhaben.“ (58. Mudschadele, 21)

„Und es oblag uns, den Gläubigern zu helfen.“ (30. Ar Rum, 47)

„Wahrlich, Unser Wort ist schon an Unsere gesandten Diener ergangen; sie sind wahrlich die, denen geholfen wird. Und Unsere Heerschar wird sicher siegreich sein.“ (37. As Saffat, 171-173)

Diese göttlichen Bestimmungen, die durch den erhabenen Koran zur Fortsetzung der Erquickung und der Frische im Leben der Verkünder zum Ausdruck gebracht werden, gelten in Begleitung mancher Beispiele Streit- und Kampfszenen zwischen der Wahrheit und der Falschheit als eine wichtige Ermahnung. Dabei beobachtet der Mensch die Begegnung, die sich zwischen Allah, Dem Allmächtigen, Dem Erhabenen, und Seinen (in der Tat schwach, jedoch unbändigen) Dienern mit Fallen und Intrigen ereignet, und kann sich des Lachens nicht enthalten und zweifelt keinen Augenblick an den Folgen dieser Begegnung.

Hier wie folgt gibt der edle Koran die Botschaft darüber:

„Und damals schmiedeten die Ungläubigen gegen dich Pläne, dich gefangen zu nehmen oder dich zu ermorden oder dich zu vertreiben. Sie schmiedeten Pläne, (aber) auch Allah schmiedete Pläne, und Allah ist der beste Planschmied.“ (8. Al Anfal, 30)

„Dies- und (wisst), dass Allah die List der Ungläubigen kraftlos machen will.

(8. Al Anfal, 18)

Und Allah setzt das durch, was Er beschließt. Die meisten Menschen aber wissen es nicht.“

(12. Josef (Yusuf), 21)

Und als Unser Befehl kam, da erretteten Wir Hud und diejenigen, die mit ihm gläubig waren, durch Unsere Barmherzigkeit. Und Wir erretteten sie vor schwerer Strafe.“

(11. Hud, 58)

Ebenfalls in den 66. und 94. Versen der Sure Hud wird durch die gleichen Ausdrücke berichtet, dass den Propheten Salih (Saleh) und Schuaib (Schoaib) geholfen wurde.

„Da verliehen Wir denen, die glaubten, Stärke gegen ihren Feind, und sie wurden siegreich.“ (61. As Saff, 14)

Hier ist das bedeutungsvollste, was für göttliche Hilfen unserem Propheten zuteilwurden. Hier sind die konzisen Wahrheiten des Korans:

„Und denkt daran, wie wenige ihr wart, im Land als schwach galtet, in Furcht lebtet, die Leute könnten euch hinwegraffen: Er aber beschützte euch und stärkte euch durch Seine Hilfe und versorgte euch mit guten Dingen, auf dass ihr dankbar sein mögt.“

(8. Al Anfal, 26)

„Wenn sie dich aber hintergehen wollen, dann lasse es dir an Allah genügen. Er hat dich mit Seiner Hilfe und mit den Gläubigen gestärkt.“ ((8. Al Anfall, 62)

Wenn ihr ihm nicht helft, so (wisst, dass) Allah ihm damals half, als die Ungläubigen ihn vertrieben haben, wie sie da beide in der Höhle waren und er zu seinem Begleiter sagte: „Sei nicht traurig; denn Allah ist mit uns.“ Da ließ Allah Seinen Frieden auf ihn herab und stärkte ihn mit Heerscharen, die ihr nicht saht, und erniedrigte das Wort der Ungläubigen; und Allahs Wort allein ist das höchste. Und Allah ist Erhaben, Allweise.“ (9. At Tauba, 40)

„Wahrlich, Allah half euch an vielen Orten zum Sieg, und am Tage von Hunain, als eure große Zahl euch stolz machte- doch sie nutzte euch nichts, und die Erde wurde euch in ihren Weiten eng- da wandtet ihr euch zur Flucht. Dann sandte Allah Seinen Frieden auf Seinen Gesandten und auf die Gläubigen herab und sandte Heerscharen hernieder, die ihr nicht saht, und strafte jene, die ungläubig waren.“ (9. At Tauba, 25-26)

„Und wahrlich, Allah verhalf bei Bedr zum Sieg, als ihr (zahlenmäßig) verächtlich wart; darum fürchtet Allah; vielleicht werdet ihr dankbar sein.“ (3. Al-i Imran, 123)

Das (die Hilfe Allahs) ist eine große himmlische Wahrheit, die wir beinahe vergessen hätten bzw. die man uns aus dem Sinn hätte vertreiben wollen. Hätte es nun die Hilfe, Unterstützung und den Segen Allahs nicht gegeben, hätten sich die Gläubigen fast gedacht, sie wären in den Schlachtfeldern gegen die Ungläubigen hilflos und einsam stehen gelassen. Jedoch ist Allah in deren Notlagen und sogar während ihrer Unglückszeiten immer auf ihrer Seite. Ebenfalls die Widerstandsausdauer gegen jegliche Drangsäle, worunter sie zu leiden haben, wird nur durch den Blick der Barmherzigkeit Allahs verwirklicht. Hätten wir doch begriffen, welchen Sinn die Drangsal, worunter die Gläubigen leiden müssen, durch den Blick der Barmherzigkeit Allahs bekommen könnte, so würde die folgende Wahrheit hervortreten:

Wenn Allah gewollt hätte, hätte Er das Herz dessen stillgelegt, der den Gläubigen foltert, seine Hände verbunden und seine Augen erblinden lassen. Ohne Zweifel ist das, das das Herz der Gläubigen beklemmen lässt, die Hand der Macht Allahs, des Barmherzigsten aller Barmherzigen. Wahrlich, heute leiden alle Muslime und wimmern und weinen bitterlich in einem fort. Jedoch wird dies alles durch Allah, Den Erhabenen erhört und wahrgenommen. Heute werden manche glaubenskämpferischen Brüder und Schwester von uns wegen ihrer islamischen Kleidung und Tracht gepeitscht und durch Schlagstöcke geprügelt. Trotzdem ertragen sie alles in Geduld. Durch die barmherzige Zuwendung Allahs sind sie in der Lage, diese Last zu tragen. Aber dies alles kommt den Gläubigen immer zugute. Denn Allah, Der Erhabene, gebietet wie folgt:

„Und lasst nicht nach, die Schar (der Ungläubigen bzw. eurer Feinde) aufzuspüren. Leidet ihr, so leiden sie gerade so, wie ihr leidet. Doch ihr erhofft von Allah, was sie nicht erhoffen. Und Allah ist Allwissend, Allweise.“ (4. An Nisa, 104)

Die Hilfe, die Allah für die Gläubigen vorgesehen hat, auf einem dornigen Weg zu erlangen wäre besser als eine Beute auf eine billige und mühelose Art und Weise zu ergaunern.

Allah, Der Allmächtige, spricht wie folgt:

„Und damals verhieß Allah euch von einer der beiden Scharen, sie solle euch zufallen, und ihr wünschtet, dass diejenigen ohne Kampfkraft für euch bestimmt sei; Allah aber will, dass die Wahrheit durch Seine Worte vollbracht werden und dass die Wurzel der Ungläubigen ausgerottet werde, damit Er die Wahrheit an den Tag bringe und den Trug zunichtemache, mag es den Sündern auch zuwider sein.“ (8. Al Anfal, 7-8)

„Oder meint ihr etwa, ihr würdet ins Paradies eingehen, ohne (dass etwas) Ähnliches über euch gekommen sei wie über diejenigen, die vor euch dahingegangen sind? Not und Unheil erfasste sie, und sie sind erschüttert worden, bis der Gesandte und diejenigen, die mit ihm gläubig waren, sagten: „Wann kommt die Hilfe Allahs?“ Doch wahrlich, Allahs Hilfe ist nahe.“ (2. Al Baqara, 214)

Manche Leute fragen:

Sie fragen, wie es trotz der wirtschaftlichen Herrschaft, der militärischen Berechnungen, der politischen Gleichgewichte und Dimensionen der Kräfte nun möglich sei, dass Allah einer schwachen, machtlosen, armseligen und zahlenmäßig dürftigen Gruppe gegen eine mächtige, vermögende und zahlenmäßig starke Gruppe Hilfe zuteilwerden lasse? Darauf gibt der edle Koran eine einfache und klare Antwort. Das bedeutet, dass man nicht so überaus gewissenhaft zu sein braucht. Dazu benötigt man keinen besonderen Studienabschluss an einer Universität und auch kein Diplom. Der edle Koran kennt keine politischen Gleichgewichtsberechnungen eines solchen Zeitalters (wie es uns gewöhnlich ist und wie man versuchte, uns so zu lehren). Trotz uns und allem klingt die Antwort innerhalb des Inhalts des Monotheismus sehr einfach und überaus deutlich. Denn der islamische Monotheismusverstand wird auf jede Art von Fragen überaus deutliche Antworten erteilen. Hier bitte! Lasst uns gemeinsam dem edlen Koran zuhören:

Alles, was in den Himmeln und auf der Erde ist, sind die Heerscharen Allahs. (Sie verrichten etwas nur auf Geheiß Allahs und sie machen nur auf Befehl Allahs halt. Kein Geschöpf in den Himmeln und auf der Erde wäre davon ausgenommen. Denn Allah, Der Erhabene, spricht wie folgt:

„Und Allahs sind die Heerscharen der Himmel und der Erde, Allah ist Allwissend, Allweise.“ (48. Al Feth, 4)

„Und Allahs sind die Heerscharen der Himmel und der Erde, und Allah ist Erhaben, Allweise.“ (48. Al Feth, 7)

„Und keiner kennt die Heerscharen deines Herrn außer Ihm.“ (74. Al Müddessir, 31)

Nun wollen wir die Heerscharen Allahs in konziser Form klarstellen, die keiner außer Ihm kennt und deren Namen Er jedoch im Koran teilweise erwähnt:

1. Matar (Regen), 2. Bihar (Ozeane), 3. Rih (Winde), 4. Sajcha (Schrei),

5. Chidscharatun (Steine), 6. Tair (Vögel), 7. Läuse, Frösche, Heuschrecken und Sintflut

8. Sa-ika (Blitz und Tod), 9. Mela-ike (Engel)

Bevor wir dies alles durch Koranverse und durch die Wahrheiten, die uns die Geschichte übermitteln konnte, versuchen, zu erklären, werden wir zur Erlangung der himmlischen Hilfe Anasir-i Erbaa (vier Grundlagen) bekanntgeben:

Grundlage: Kräfte (Die Heerscharen Allahs)

Grundlage: Vermögen(finanzielle Macht und Geld)

Grundlage : Richtige Orientierung (Ausbildung—Vorbereitung)

Grundlage : Befestigung (Ausdauer- Beständigkeit)

Egal welcher Gruppe Allah, Der Erhabene, diese vier Grundlagen Gnade erweisend zuteilwerden lässt, so wäre es nicht möglich, dass irgendein Hindernis im Stande wäre, sich zwischen diese Gruppe und die göttliche Hilfe zu stellen, um die Hilfe Allahs zu verhindern.!

Erklärung:

Grundlage: Kräfte:

Das ist eine solche Sache, die vor allem die Menschen befriedigt und beruhigt. Sie lenkt das Verhalten, die Meinung und das Gedächtnis der Menschen. Aus diesem Grunde werden wir keine andere Kraft brauchen müssen, wenn wir daran glauben und davon überzeugt sind, dass wir mit einer gläubigen Gruppe beisammen sind und fürchten keine andere Macht mehr. Auch wenn die USA, Russland, NATO und andere Feinde über militärische Kräfte verfügen mögen, so stehen auch Allah, Dem Erhabenen, und denjenigen, die Allah glauben, militärische Kräfte bzw. Heerscharen zur Verfügung. Hier sind die Heerscharen, die überall und jederzeit den Gläubigen zur Hilfe eilen:

Bihar (Ozeane):

Auch die Ozeane, die sich auf Befehl Allahs bewegen bzw. wellen und wiederum auf Geheiß Allahs beruhigen, sind die Heerscharen Allahs. Wenn der Befehl Allahs sich bewahrheitet und die verheißene Stunde eintritt, lässt Er keinen von Ungerechten am Leben. Lassen wir uns nun die kurzgefasste Geschichte Pharaos und seiner Heerscharen gemeinsam durchgehen:

„Und er (Pharao) und seine Heerschaaren verhielten sich ohne Recht hochmütig im Lande. Und sie meinten, nie zu Uns zurückgebracht zu werden. So erfassten Wir ihn und seine Heerscharen und setzten sie mitten im Meer aus. Schau darum, wie der Ausgang der Missetäter war!“(26. Al Qasas, 39-40)

„Darauf verfolgte sie Pharao mit seinen Heerscharen, und es kam (etwas) aus dem Meer über sie, was sie überwältigte.“ (20. Ta Ha, 78)

Pharao setzte aus Unglauben und zum Trotz seinen Ungehorsam gegenüber Moses, dem Gesandten Allahs, Friede Allahs auf ihm, voller Beharrlichkeit fort. Auch Drohung mit quälender Strafe nützte ihm leider nicht. Allah, Der Erhabene, offenbarte dem Propheten Moses, die Kinder Israels während einer Nacht aus Ägypten herauszuführen, um sie in das Land von Palästina zu bringen. Der ehrwürdige Moses und seine Anhänger machten sich auf diese Reise bereit. Sie waren sechzigtausend an der Zahl. Eines Nachts machten sie sich auf den Weg und marschierten entlang des Ufers von Suez und eilten auf das Rote Meer zu. Als Pharao aufwachte, sah er, dass das ganze Ägypten von allen Kindern Israels verlassen wurde. Er ließ eine dermaßen große und starke Heerschar vorberieten, dass nur allein ihre Reiter (Kavalleristen) einhunderttausend Mann zählten. Die gesamte Belegschaft der Streitkräfte verfügte über eine Million und sechshunderttausend Mann. Er stellte sich vor die Heerschar, um am zweiten Tag die Kinder Israels einzuholen. Als die beiden Menschenmassen einander gegenüberstanden, sahen die Kinder Israels auf der Stelle, was für eine Gefahr auf sie zukommen wird. Ihre Vernichtung war dermaßen zu erwarten. Vor ihnen lag das Meer und hinter ihnen befand sich der Feind. Zwischen ihnen und dem Tod lag eine Entfernung für einen kurzen Augenblick oder von nur ein paar Schritten. Sie begannen zu schreien und weh zu klagen, wobei sie zuriefen: „O Moses! Wir sind überrumpelt!“ Der ehrwürdige Moses besänftigte ihre Aufregung und legte ihnen ans Herz, nicht zu fürchten. Dann nahm er seinen Hirtenstab und schlug übers Meer, worauf das Meer sich durch Allahs Allmacht spaltete. Auf beiden Seiten erhöhte sich das Wasser wie zwei große Berge. Moses und seine Begleiter freuten sich über dieses Wunder und marschierten so eilig wie möglich auf dem Boden des Meeres, umgeben von zwei gewaltig hohen Bergen von Wasser, und zwar ohne sich dabei nicht einmal die Füße nass machen mussten. Heil angekommen am gegenüber liegenden Ufer schlug der ehrwürdige Moses seinen Hirtenstab übers Wasser, um es wieder in die vorherige Lage zu versetzen, und um zu verhindern, dass die Heerscharen Pharaos denselben Weg hätte benutzen können, um sie einzuholen. Allah, Der Erhabene, jedoch hatte einen anderen Plan; nämlich offenbarte Er dem Propheten Moses, Friede Allahs auf ihm, er solle das Meer in dem augenblicklichen Zustand zu lassen, da Er Pharao samt mit seinen Heerscharen im Meer ertränken wollte:

„Und verlass das Meer, (wenn es) reglos ist. Sie sind ein Heer, das ertränkt wird.“ (44. Ad Duchan, 24)

Als Pharao das Meer erreichen konnte, begegnete er diesem erstaunlichen Wunder. Er schauderte und bekam auf einmal die Angst davor, es zu betreten. Allerdings verwandelte er diese Gelegenheit in einen Anlass dazu, seinem Heer eine Schau der Macht und Heldentat abzuziehen. Er sprach sein Heer an und sagte. „Schaut euch einmal her, wie es sich spaltete, um für mich einen Weg zu öffnen! Sicher werde ich meine Sklaven einholen, die davor flüchten, mir zu gehorchen und mich zu verehren. Unter systematischer Überwältigung werde ich sie wieder hierher in mein Land zurückholen!

Alsdann begann er, sein Heer anzuspornen und zu drängen, den Weg mitten im Meer zu betreten. Er ließ erst sein Heer betreten, so dass er sich bei einer wahrscheinlich aufzutretenden Gefahr hätte retten können. Aber wie schade ist es nun gewesen, dass die Todesstunde schlug. Da kam vom Himmel ein Engel herab. Er führte das Pferd Pharaos in Richtung des Meeres. Das Heer, das es wahrgenommen hatte, folgte ihm gehörig und betrat ebenfalls das Meer. Sobald das ganze Heer sich auf dem mitten im Meer bereiteten Weg befand, offenbarte Allah Moses, er solle seinen Hirtenstab über das Meer schlagen. Daraufhin schlug Moses, Friede Allahs auf ihm, mit seinem Hirtenstab über das Meer, worauf das Meer sie alle bedeckte. Die Wellen begannen wie einst zu schlagen. Keine einzige Seele dieser verfluchten Gruppe konnte es überleben. Das ganze Heer Pharaos ertrank im Wasser. Was Pharao betraf, so rief er aus, dass er sich zum Islam bekannt habe und gläubig geworden sei, als er in diesem Getümmel inmitten der wogenden Wellen plötzlich dem Tode gegenüberstehen musste. Weder sein Glaube noch seine Reumütigkeit konnten ihm etwas nützen und er trudelte daher mit den anderen gemeinsam in die Hölle hinunter. Hier zeigte Allah, Der Allmächtige, auf diese Weise den gläubigen Menschen, wie Er durch die Meeresheerscharen Hilfe zuteilwerden ließ. Deswegen sollten wir aus diesem koranischen und historischen Ereignis eine Lehre und ein Beispiel ziehen, um dann unseren Glauben daran zu befestigen, dass Allah auch uns durch die Heerscharen des Meeres Seine Hilfe wird zuteilwerden lassen.

Matar (Regen, Hagel und Schnee):

Allah gehören ebenfalls die Heerscharen aus dem vom Himmel herabfallenden Regen und aus den aus der Erde entspringenden Wasserquellen. Erteilt Allah, Der Erhabene, der Erde und den Himmeln Befehle und die Genehmigung dazu, so beginnt, zu regnen, aus dem Boden Wasser hervorzusprudeln, um in Wogen und zur Bildung gewaltiger Überschwemmungen und Sintflut zu überströmen und um unterwegs diejenigen zu ertränken, die grausam waren. Nun wollen wir die kurzgefasste Geschichte des Propheten Noah, Friede Allahs auf ihm, gemeinsam durchgehen:

„Vor ihnen schon leugnete das Volk Noahs; ja, sie leugneten Unseren Diener und sagten: „(Er ist) ein Besessener.“ Und er war eingeschüchtert. Da betete er zu seinem Herrn: „Ich bin unterlegen, so hilf Du (mir)!“ So öffneten Wir denn die Tore des Himmels dem strömenden Wasser, und aus der Erde ließen Wir Quellen hervorsprudeln; so vereinigte sich das Wasser zu einem beschlossenen Zweck. Und Wir trugen ihn auf einem Gefüge aus Planken und Nägeln. Es trieb unter Unserer Aufsicht dahin, als Belohnung für denjenigen, der Undank geerntet hatte. Und Wir machten es zu einem Zeichen. Gibt es also einen, der daraus eine Lehre zieht? Wie waren denn Meine Strafe und Meine Warnung?“

(54. Al Qamar, 9-16)

Noah, Friede Allahs auf ihm, der nach einer langen Wartezeit die Hoffnung darauf verlor, dass sein Volk gläubig wird, und die Offenbarung seines Herrn in folgender ungefährer Bedeutung empfangen musste:

„Keiner von deinem Volk wird (dir) glauben, außer jenen, die (dir) bereits geglaubt haben; sei darum nicht traurig über Ihr Tun!“(11. Hud, 36), betete zu seinem Herrn, Er möge sein Volk zugrunde gehen lassen.

Allah, Der Erhabene, erhörte sein Gebet und ließ ihn wissen, dass Er sie durch Sintflut vernichten werde, wobei kein einziger von ihnen sie überleben werde. Er offenbarte Moses, Friede Allahs auf ihm, dass er ein Schiff bauen solle, worauf er und die ihm glaubenden Gemeinden steigen konnten. Dennoch weder Noah selbst noch seine Gemeinden hatten irgendeine Ahnung wie ein solches Schiff gebaut werden sollte. Allerdings lehrte Allah, Der Allmächtige, ihn durch Offenbarung, wie ein Schiff gebaut wird und was für Sachen dazu benötigt wird. Allah gebot Noah, nach der Fertigstellung des Schiffes seine Familie und diejenigen, die mit ihm gläubig waren auf das Schiff zu nehmen und von jeder Gattung der Tiere und anderer Lebewesen jeweils ein Paar in seine Begleitung zu nehmen. Alsdann machte Er das Hervorsprudeln des Wassers aus der Erde zum Zeichen der Qualen, die bald eintreten sollten. Als das Zeichen zu ersehen war, also als aus der Erde Wasser hervorströmte, bestiegen Noah und die Gläubigen das Schiff. Daraufhin ließ Allah, Der Allmächtige, einen solchen Regen niederfallen, den die ganze Erde bis dahin nicht erlebt hatte. Durch Befehl an die Erde ließ Allah, Der Erhabene, aus allen Tälern und anderen Ecken der Erde Wasser hervorströmen. Das Wasser bedeckte die ganze Erde bis zur Höhe von 15 Zira (15x76 cm) über dem höchsten Berg der Erde. Die Sintflut bedeckte die ganze Erde überall weit und breit, also die Täler und Berge, Heiden und Ebenen sowie die Wüsten. Auf der ganzen Erde blieb kein Lebewesen mehr übrig. Denn die Sintflut ertränkte im in Strömen fließenden Wasser alle Lebewesen und Menschen außer denen, die auf dem Schiff waren. Deswegen wird Noah als der zweite Vater der Menschheit bezeichnet.

Als nachdem die gesamten Lebewesen auf der Erde ertranken und als kein einziger Ungläubiger mehr die Sintflut überlebte, befahl Allah dem Himmel, mit dem Regen aufzuhören, und der Erde, das sie bedeckende Wasser zu schlucken, und als das das vorherige Leben wieder hergestellt wurde, erreichte das Schiff den Berg Dschudi, einen großen in der Nähe der Stadt Mosul im Irak befindlichen Berg. Wie Allah danach dem Propheten Noah und den Gläubigen durch die Regenheerscharen Hilfe zuteilwerden ließ, wird Er den wahren Muslimen von heute ebenso helfen.

Rih (Winde):

Allah, Dem Erhabenen, gehören ebenfalls für Sich eigene Heerscharen aus Winden. Erteilt Allah, Der Allmächtige, den Befehl, lassen sie nichts übrig bleiben und nichts in seinem vorherigen Stand stehen und richten eine heillose Verwirrung und Verwüstung an. Fast jeden Tag erfahren wir durch die Fernsehnachrichten, was für Schäden die sich in den USA und anderen Ecken der Welt erhobenen Wirbelstürme, Taifuns und Windsäulen dort anzurichten vermögen. Leider ist heute immer noch keiner dazu geneigt, daraus eine Lektion zu ziehen.

Selbstverständlich versteht man sich, indem man sagt, das wäre bloß eine Naturkatastrophe. Dabei denkt keiner daran und fragt keiner danach, warum dies alles passiert und wer lässt so etwas geschehen?

Wie folgt spricht Allah, Der Erhabene:

„(Das Volk Ad) Die Ad verleugneten (die Warner). Und wie war dann Meine Strafe und Meine Warnung? Wir sandten gegen sie an einem unheilvollen Tag einen eiskalten Sturmwind, (der) ununterbrochen wütete. Er raffte die Menschen dahin, als wären sie Stämme schon entwurzelter Palmen. Wie waren also Meine Strafe und Meine Warnung?“ (54. Al Qamer, 18-21)

Erläuterungen:

Wie war der Verlauf des Zugrundegehens des Volkes Ad? Als das Volk Ad sich gegen den Propheten Allahs, den ehrwürdigen Hud, Friede Allahs auf ihm, sträubten und übermütig waren, und denen keine Warnung und Ermahnung mehr half und die auf ihrer Übermutigkeit beharrten, ließ Allah ihnen drei Jahre hindurch keinen Tropfen Regen vom Himmel fallen. Im Angesicht der vermehrten Unglücksfälle und des Unheils versuchten sie durch das Regengebet um Hilfe Allahs zu bitten. Allah, Der Erhabene, ließ ihnen eine dicke Wolke zukommen, worauf sie sich erfreuten, und zwar im Glauben daran, diese dicke dunkle Wolke brächte ihnen starken Regen und fingen an, einander dazu beglückwünschen. Gleichzeitig glaubten sie, Allah, Der Erhabene, hatte ihre Gebete erhört und ihnen in Barmherzigkeit Hilfe zuteilwerden lassen. Jedoch gerieten sie in Schrecken als sie merken mussten, dass die Wolke, die über sie Schatten warf, eine pechschwarze Wolke war. Später begann ein Wind zu sausen, der durch Mark und Bein ging, alles mit Stumpf und Stiel vertilgte.

Allah, Der Allmächtige, ließ sie sieben Tage und Nächte hindurch durch dieses Unheil heimsuchen. Anschließend wurden sie völlig vernichtet. Ihre Leichen sahen so aus, als wären sie ausgetrocknete Palmenstümpfe. Durch Seine Barmherzigkeit schonte Allah, Der Erhabene, den Propheten Hud und diejenigen, die ihm gehorchten (also die rechtschaffenen Gläubigen) vor dieser Bestrafung. Für diejenigen, die aus dem Volke Ad vernichtet wurden, und für deren Wohnort blieb kein Zeichen mehr zurück, als ob sie anderswo vernichtet worden wären.

Denn der Wind hatte alles und alles dem Erdboden gleichgemacht. Diesbezüglich spricht Allah, Der Erhabene, wie folgt:

„Dann aber, als sie sahen, wie es sich ihren Tälern gleich einer Wolke näherte, sagten sie: „Das ist eine Wolke, die uns Regen geben wird.“ „Nein, er ist vielmehr das, was ihr zu beschleunigen trachtet- ein Wind, der eine schmerzliche Strafe mitführt. Er wird alles zerstören auf den Befehl seines Herrn.“ Und am Morgen sah man nur noch ihre Wohnungen; so üben Wir Vergeltung am schuldigen Volk.“

(46. Al Achqaf, 24-25)

Ferner:

Und (ein Zeichen war) in den Ad, als Wir den verheerenden Wind gegen sie sandten; er ließ nichts von alledem zurück, was er heimsuchte, ohne dass er alles gleichsam morsch gemacht hätte.“ (51. Ad Zariyat, 41-42)

Saika (Geschrei):

Zu einem der Heerscharen Allahs gehört das Geschrei. Aber was für ein Geschrei? Könntet ihr euch etwa vorstellen, um was für ein Geschrei es sich dabei handelt? Dieser Schrei ist ein solcher entsetzlicher Schrei, durch den Allah das Volk Semud heimsuchen ließ, um dieses Volk wie abgefressene Saat (dürre, zertretene Stoppeln) hinzurichten. Wie folgt spricht Allah, Der Allmächtige, diesbezüglich:

„Wahrlich, Wir entsandten einen einzigen Schrei auf sie, und sie wurden wie dürre, zertretene Stoppeln.“ (54. Al Qamar, 31)

Das Volk Semud ist das jenes Volk, zu dem der ehrwürdige Salih, Friede Allahs auf ihm, als ein Prophet entsandt wurde. Der heilige und ehrwürdige Salih, Fried Allahs auf ihm, ermahnte dieses Volk regelmäßig und sehr oft, um sie vor Bosheiten zu warnen. Die Herrischen unter dem Volk, die trotz aller Bemühungen auf die Ermahnungen nicht hören wollten, aufgrund der Übermutigkeit und Auflehnung ihr Vermögen verloren, das Recht zu erblicken, und die Allah taub gemacht hatte, die Barmherzigkeit Allahs zu empfangen, dachten an nichts anderes als die Kamelstute zu töten und wollten sie auf der Stelle schlachten. Diesbezüglich hören wir nun dem edlen Koran zu:

„Dann schnitten sie der Kamelstute die Sehnen durch und trotzten dem Befehl ihres Herrn und sagten: „O Salih, bring uns das her, was du uns (an Drohung) versprichst, wenn du einer der Gesandten bist.“ (7. Al A`raf, 77)

„Und es waren in der Stadt neun Führer, die Unheil im Lande stifteten, und sie wollten nicht für Ordnung sorgen.“ (27. An Neml, 48)

Diese Unheilstifter beschlossen, den ehrwürdigen Salih, Friede Allahs auf ihm, zu töten, gleich nachdem sie die Kamelstute umlegten, obwohl der heilige Salih, Friede Allahs auf ihm, sie vor Bestrafung Allahs warnte und sie drohte, dass drei Tage nach der Schlachtung der Kamelstute diese Bestrafung eintreffen werde. Noch bevor die herrischen Führer, die den Propheten Salih töten wollten, ihre Absicht verwirklichen konnten, ließ Allah über ihre Köpfe vom Himmel Steine herniederregnen, um sie vor ihrem Volk dem Erdboden gleich zu machen. Am ersten Tag unter drei Tagen, von denen der Prophet Salih im Voraus gesprochen hatte, bekamen die Gesichter des Volkes Semud eine quittengelbliche, am zweiten Tag feuerrötliche und am dritten Tag pechschwarze Färbung.

In den früheren Morgenstunden beim Sonnenaufgang nach der Vollendung der bedrohten drei Tage begannen ein heftiger Donner über ihren Köpfen und eine schreckliche Erschütterung (ein fürchterliches Erdbeben) unter ihren Füßen. Nachdem die Wahrheit sich verwirklichte, der Schrei aufhörte und das Erdbeben sich legte, wurden sie alle dem Erdboden gleich gemacht. (Aus Ibn-i Kesir)

Ferner entsandte Er diesen schrecklichen Schrei über das Volk Schoaibs, Friede Allahs auf ihm. Er ließ den heiligen Schoaib, Friede Allahs auf ihm, und diejenigen, die mit ihm gläubig waren, dieses Unheil zu überleben, um die anderen wie eine ausgetrocknete Saat da stehen zu lassen. Diesbezüglich besagt der edle Koran wie folgt:

„Und als Unser Befehl eintraf, da erretteten Wir Schoaib und diejenigen, die mit ihm gläubig waren, durch Unsere Barmherzigkeit; und der Schrei erfasste die, welche gefrevelt hatten, so dass sie leblos in ihren Häusern lagen, so als hätten sie nie darin gewohnt. Wahrlich, Madyan wurde gerade so verstoßen wie (das Volk) Samud verstoßen worden war.“ (11.Hud, 94-95)

Der heilige Schoaib, Friede Allahs auf ihm, beherrschte eine klare und deutliche Sprache und war sehr beredsam, um seinem Volk sehr weise Ermahnungen zu erteilen. Leider trotzten sie seinen Ermahnungen und wollten ihm niemals zuhören. Letzten Endes wurde das Volk Eike durch eine heftige höllische Hitzewelle heimgesucht, die sieben Tage andauerte. Alle Flüsse fingen an, zu kochen, dann regnete aus einer über ihnen ziehenden Wolke Feuer nieder und alle wurden zur Kohle und Asche. Auch das Volk Madyan wurde durch einen Schrei zugrunde gerichtet.

Der heilige Schoaib, Friede Allahs auf ihm, wanderte mit denjenigen, die mit ihm gläubig waren, ins ehrenreiche Mekka aus, um bis zu seinem Verscheiden dort zu bleiben.

Chidscharatun (Steine)

Die Steine gehören zu einem Teil der Heerscharen Allahs. Befiehlt Allah dem Himmel, so lässt der Himmel diese Steine wie Regen hinabfallen. Solches Ereignis passierte über das Volk des Propheten Lot, Friede Allahs auf ihm, und zwar so, dass in der Stadt Sodom in der Nähe Jordaniens manche Menschen lebten. Die Einwohner dieser Stadt verfolgten den schnellsten Weg unter den Wegen, die die anderen Menschen verfolgten, und hegten die schlechtesten und bösesten Absichten, die es gab und waren frevelhafter und stockungläubiger als die anderen Menschen. Denn sie pflegten, Straßenraub zu begehen und in der Öffentlichkeit Tadelnswertes zu verrichten, wobei keiner dazu neigte, sie daran zu hindern. Was für schlechte Taten waren es, die sie zu verrichten pflegten! Das Volk des Propheten Lot, Friede Allahs auf ihm, pflegten, das schlechteste und ekelhafteste Verbrechen zu verüben, das vor ihnen von keinem anderen begangen wurde. Diese hässliche Tat wird als das Sodomie (Päderastie) bezeichnet.

In der modernen(!) Welt unserer Zeit nennt man diese Tat Homosexualität. (Sex zwischen zwei gleichen Geschlechtern). Nun entstand dadurch die Krankheit „AIDS“ (Acquired Immune Deficiency = Erworbenes Immunschwächesyndrom bzw. Akquiriertes Immun- Defizienz-Syndrom), die als Schande und Fleck der modernen (!) und zivilisierten (!) Welt unserer Zeit bezeichnet werden könnte.

Diesbezüglich berichtet uns der edle Koran wie folgt:

Vergeht ihr euch unter allen Geschöpfen an Männern und lasst eure Frauen (beiseite), die euer Herr für euch erschaffen hat? Nein, ihr seid ein Volk, das die Schranken überschreitet.

(26. As Schuara, 165-166)

Der Prophet Lot, Friede Allahs auf ihm, fühlte sich sicher vor seinen Gästen und begann daher, sich mitten der bestandenen Diskussionen und der Zänkerei darauf vorzubereiten, sein Volk und vor dem Tagesanbruch das Dorf zu verlassen. Als das Volk des Propheten Lot, Friede Allahs auf ihm, versuchte, in sein Haus einzudringen, seine Gäste zu erfassen, ließ Allah sie alle erblinden, so dass sie das Haus nicht finden konnten. Noch beim Sonnenaufgang wurde das Dorf mit allem, was noch darin war, vollkommen verwüstet. Denn Allah ließ sie durch verschiedene Bestrafungen zugrunde gehen, und zwar wie folgt:

Er ließ im Dorf eine heillose Verwirrung anrichten.

Allah sandte vom Himmel ein großes Unheil über sie herab.

Er ließ über sie Steine aus der im Feuer gebackenen Tonerde herabregnen.

Auch die Frau des Propheten Lot, Friede Allahs auf ihm, wurde mit ihrem Volk gemeinsam vernichtet. Denn auch sie glaubte nicht an Allah. Die Bestrafung, die für ihr Volk bestimmt war, schloss sie auch ein. Dass sie die Frau eines Propheten war, half ihr leider nicht, sich zu retten. (Vermerk: für detailliertere Kenntnisse darüber siehe die Verse und deren Kommentare: Hud, 77-81; Kamer, 37; Hud, 82; Hidschr, 73-74; A`raf, 83)

Tair (Vögel):

Auch die Vögel gehören zu den Heerscharen Allahs. Er entsendet sie über die Ungerechten, wenn Er will, wie Er es bei Elefantenleuten getan hat. Dieses Ereignis wird auf die schönste Art und Weise durch die Sure „Elefanten“ dargestellt, die zu den kürzesten Suren des Korans gehört, die wir während der Verrichtung unserer Gebete zu rezitieren pflegen. Wie folgt spricht Allah, Der Erhabene:

„Hast du nicht gesehen, wie dein Herr mit den Leuten des Elefanten verfahren ist? Hat Er nicht ihre List misslingen lassen und Vögel in Scharen über sie gesandt, die sie mit brennenden Steinen bewarfen, und sie dadurch wie abgefressene Saat gemacht?

(Al Fil, 1-5)

Der wichtigste unter diesen Plänen von ihnen war jedoch, in Sana, der damals größten Stadt in Jemen, eine prachtvolle Kirche bauen zu lassen. Ferner war es geplant, nach Fertigstellung der Kirche allen Arabern und zugleich allen anderen Leuten einen Anreiz anzubieten, eben diese Kirche zu besuchen. Würden die Menschen anstatt Kaaba diese Kirche in Sana besuchen, würde Jemen zu einem Handelszentrum werden. Als Ebreche diesen Glauben von ihm dem abessinischen König vortrug, fand er ihn auch zutreffend. Dafür wurde eine große Summe von Mitteln bereitgestellt und eine prächtige Kirche fertiggebaut, der damals keine einzige Kirche hätte gleichgestellt werden können. Die Eröffnung der Kirche wurde weit und breit bekanntgegeben. Die prominenten Staatsmänner und Vorsteher der Nomadenstämme wurden eingeladen. Sie hatten sich über diesen von Ebreche gegen Kaaba geschmiedeten offensichtlichen Plan geärgert. Jedoch verrichtete einer der Araber in der Kirche heimlich ein großes Geschäft und beschmierte die Wände mit seinem Exkrement. Vom Vorfall erfahren geriet Ebreche in Wut und machte sich in Begleitung von Elefanten und einer mächtigen Heerschar auf den Weg, um die Kaaba niederzureißen. Als sie sich der Kaaba näherten, ließ Allah, Der Erhabene, durch die Vögel über die Heerschar von Ebreche brennende Steine herabwerfen und die meisten von ihnen zugrunde gehen. Alle, die dabei vernichteten Tiere und Menschen wurden zu einer abgefressenen und abgedroschenen Saat. Denn Allah ist allmächtig! Er macht alles, was Er nur will! Sehen wir nun wie Allah die Ungläubigen und die grausamen Frevler bestrafte?

Zusammenfassung:

a) Unter Hinweis darauf, dass Allah ein ständiger Helfer der Gläubigen und derjenigen ist, die Seiner Religion helfen, wird die Moral der Propheten vorangestellt, die Moral aller Gläubigen gehoben. Das bedeutet, dass hierbei auf die Kundgebung über eine himmlische Freudenbotschaft hingewiesen wird.

b) Unter Hinweis auf die Heftigkeit der Bestrafung Allahs, werden die grausamen Frevler ermahnt, sich Allah, Dem Erhabenen, zu zuwenden.

c) Noch einmal haben wir unsere Überzeugung gestärkt, dass Allah allmächtig ist.

Läuse. Frösche, Heuschrecken und Sintflut:

Dies alles gehört ebenfalls zu Heerscharen Allahs. Allah sendet sie über die Grausamen, wann immer Er will. In diesbezüglichen Versen spricht Allah, Der Erhabene, wie folgt:

„Da sandten Wir die Flut über sie, die Heerscharen, die Läuse, die Frösche und das Blut-deutliche Zeichen, doch sie betrugen sich hochmütig und wurden ein sündiges Volk.“

(7. Al A`raf, 133)

Allah, Der Erhabene, sandte diese Heerscharen über das Volk Pharaos als eine Heimsuchung:

-Die von uns als Läuse bezeichneten winzigen Würmer zerstörten das Getreide. Es wird berichtet, bei denen solle es sich um eine Art von Insekten handeln, die „kummal“ genannt wurden. (Kummele, aus der Familie der Zecken) oder um Mücken, die ihre Schlafstätten belagerten, um ihnen keine Möglichkeit übrig zu lassen, für einen Augenblick die Augen zu schließen oder aber um einfache Läuse, die jedem bekannt sein dürften oder überhaupt um Zecken.

-Die Frösche vermehrten sich dermaßen, dass sie (das Volk) in schwere Bedrängnis gerieten. Sie hüpften und sprangen in die Speisen und in ihre Töpfe hinein, sie siedelten sich in ihren Betten und ihren Kleidern an.

-Heuschrecken: Allah, Der Erhabene, sandte in solcher Anzahl von Heuschrecken, deren gleiche bisher keiner gesehen hatte, so dass die Sonnenstrahlen durch die grünen Pflanzen nicht durchdringen konnten, als die Heuschrecken sich daraufsetzten. Sie ließen weder Pflanzen noch Obst übrig und zerstörten alles, was sie zum Fressen fanden.

-Flut: Der in großen Mengen gefallene Regen vernichtete die Landwirtschaft und Obstbäume. Wie Ibn-i Abbas, möge Allah an ihm Gefallen finden, berichtete, dass der Strom Nil überströmte, wobei die gesamten Äcker und Gärten vernichtet wurden.

8. Saika (Blitzschlag und Tod):

Zu einer der Heerscharen Allahs gehört ebenfalls der Blitzschlag. Er sendet ihn, nur wenn Er will, genauso wie Er über das Volk Semud geschickt hatte. Über dieses Thema berichtet der edle Koran wie folgt:

„Und (ein Zeichen war) in den Semud, als zu ihnen gesprochen wurde: „Genießt (das Leben) nur eine Weile“. Und sie trotzten dem Befehl ihres Herrn. So ereilte sie der Blitzschlag, als sie dahin schauten. Und sie vermochten nicht (wieder) aufzustehen, noch fanden sie Hilfe.

(51. Az Zariyat, 43-45)

Wie wir im Abschnitt „Saiha“ zum Ausdruck brachten, wurde das Volk Semud durch verschiedenartige Formen der Bestrafung vernichtet, und zwar wie folgt:

Die Bestrafung, die sie vernichtete, war Saika (der Blitzschlag)

Ein Schrei, der sie erfasste,

Die Erschütterung, das Beben des Bodens, auf dem sie verweilen konnten. (Erdbeben)

Hier Werden wir nur auf einen erhabenen Vers hinweisen, der mit dem Blitzschlag im Zusammenhang steht:

„Und was die Semud anbelangt, so wiesen Wir ihnen den Weg, sie aber zogen die Blindheit dem rechten Weg vor; darum erfasste sie die blitzschlagartige Strafe der Erniedrigung um dessentwillen, was sie begangen hatten.“ (41. Fussilet, 17)

9.Mela-ike (Engel):

Zu Allahs Heerscharen gehören auch die Engel, die wir jedoch nicht sehen könnten. Sie beteiligen sich am Kampf eines winzigen, gläubigen Volkes gegen eine große und viel stärkere feindliche Heerschar, um die Gläubigen zu unterstützen und zu verteidigen. Auf Befehl Allahs stellen sie sich auf ihre Seite genauso wie sie in der Schlacht von Bedr auf der Seite der Muslime eine Schlachtordnung auf der Seite der Muslime gegen die Götzendiener eingenommen hatten.

Im Folgenden erwähnen wir ein paar erhabene Verse, die erläutern, dass diesbezüglich unserem Propheten und Seinen Gefährten himmlische Hilfe zuteilwurde, und zwar wie folgt:

„Da gab dein Herr den Engeln ein: „Ich bin mit euch; o festigt die Gläubigen. In die Herzen der Ungläubigen werde ich Schrecken werfen.“ (Nun ihr Muslime!) trefft sie oberhalb des Nackens und schlagt ihnen jeden Finger ab!“ (8. Al Anfal, 12)

„Wahrlich, Allah half euch schon an vielen Orten zum Sieg, und am Tage von Hunain, als eure große Anzahl euch stolz machte- doch sie nutzte euch nichts, und die Erde wurde euch in ihrer Weite eng- da wandtet ihr euch zur Flucht. Dann sandte Allah Seinen Frieden auf Seinen Gesandten und auf die Gläubigen herab und sandte Heerscharen hernieder, die ihr nicht saht, und strafte jene, die ungläubig waren. Das ist der Lohn der Ungläubigen.

(9. At Tauba, 25-26)

„Wenn ihr ihm nicht helft, so (wisst, dass) Allah ihm damals half, als die Ungläubigen ihn vertrieben haben, wie sie da beide in der Höhle waren und er zu seinem Begleiter sagte: „Sei nicht traurig; denn Allah ist mit uns!“ Da ließ Allahs Seinen Frieden auf ihn herab und stärkte ihn mit Heerscharen, die ihr nicht saht, und erniedrigte das Wort der Ungläubigen und Allahs Wort allein ist das höchste. Und Allah ist Erhaben, Allweise.“ (At Tauba, 40)

Wichtige Bemerkung:

Zur detaillierteren Kenntnis über die Offenbarungsanlässe und Erläuterungen dieser Verse lese man die diesbezüglichen Abschnitte in Kommentaren und in den Werken über das Leben und das Wirken des Propheten. Dann würde man- wie Allah es will- noch bessere und tiefgreifendere Einblicke in die Sache gewinnen können.

Wie schön wird die Erhabenheit des Heldentums, der durch die himmlische Hilfe erlangt wird. Allah sendet die Engel mit Gläubigen, um danach wissen zu lassen, dass Er auch mit ihnen ist. Diese solideste Gemeinsamkeit war es, die die Legenden der Heldentaten der sich auf den Schlachtfeldern, auf den Feldern des Märtyrertums aufbäumenden Glaubensüberzeugung in die Geschichte eingehen ließ, also die Legende über die Gemeinsamkeit der Engel mit Gläubigen und über die Gemeinsamkeit Allahs mit den Engeln.

Wie wäre es nun möglich, da die beiden Seiten dieses Kampfes einander gleich sein könnten. Auf der schwachen, aber gläubigen Seite stehen Allah, Engel und die Heerscharen Allahs, die sowohl aus der Erde als auch vom Himmel zum Beistand eilen, alle gemeinsam. Jedoch stehen auf der Gegenseite dem Anschein nach mächtige und zahlenmäßig große Völker mit moralisch schwachen und hilflosen Soldaten. In der Tat besitzen sie eine handvolle materielle Macht und eine Handvoll von Waffen. Die Menschen, die sie sehen, diesbezüglich ein paar Berechnungen machen und über diese Geschehnisse, die sich in der politischen Arena der Welt abspielen, ihrem Wissen entsprechend Kalkulierungen aufstellen, kommen leider letzten Endes zum Schluss, dass sie in der Tat Supermächte wären. Mit Rücksicht auf die militärischen Mächte und die modernen, fortschrittlichsten, technologisch entwickelten Waffen von USA, Russland, China und ähnlichen Ländern kommen sie zu einer solchen Überzeugung. Was für ein schlechtes und falsches Urteil sie jedoch fällen? Sind sie wohl nicht in der Lage, überhaupt zu denken? Auf der einen Seite Allah, Der Allmächtige, und Seine Heerscharen, auf der anderen Seite jedoch sind die Grausamen und ihre Heerscharen!

Einem, der seinen Verstand einsetzt, würde ein Nachdenken von einer Stunde genügen, um den Ausgang der Sache zu begreifen. Könnte man sich etwa eine größere Macht Allahs und mächtigere Heerscharen als die Heerscharen Allahs vorstellen dürfen? Wäre es nun möglich, sich vorzustellen, dass irgendein Staat mächtiger wäre als die Herrschaft Allahs?

Nun geraten wir Muslime trotz dieser Begebenheiten noch allzu oft in gefährliche Verwirrungen. Der Grund dafür ist, dass wir noch nicht schlau geworden sind und die Ereignisse durch die Augen und die Brille der Ungläubigen betrachten! Den Ereignissen nähern wir uns immer der Berechnung, Gewogenheit und Politik von heute entsprechend, die auf der jüdischen Überzeugung aufgebaut werden. Daher werden wir alle gemeinsam durch die Strafe dieser falschen Auffassung heimgesucht.

Grundlage: (Macht und Geld)

Jedoch nicht gleich voreingenommen werden! Was bedeutet, dass man sofort denken könnte, dass die Supermächte bereits über alles verfügen wie die Macht, Geld und die in hohen Touren laufende Wirtschaft sowie die zahlenmäßige Mehrheit. Nun von außen betrachtet scheint diese Auffassung zu stimmen, jedoch sollten wir Allah, Den Allmächtigen, wie wir in den vorangegangenen Zeilen darstellten, sehr gut kennen müssen. (Gotteserkenntnis) Was bleibt nun übrig, wenn wir wirklich an die Existenz der Heerscharen Allahs, die wir durch 9 Punkte erläutert hatten, und sie akzeptieren, und wenn wir wiederum fest glauben, dass die Herrschaft und Schätze der Erde und der Himmel nur Allah, Dem Erhabenen gehört? Lassen wir uns gemeinsam dem edlen Koran zuhören:

„Die Heuchler träumten nur daran, die Gläubigen zu stoppen, wenn sie ihre Wirtschaft ruinieren, ihre finanzielle und materielle Macht schwächen und wenn sie ihnen wirtschaftliches Embargo verhängen. Dann könnten die Muslime geschwächt werden, so dass sie keinen Aufruf mehr zum Islam machen und dem Islam nicht mehr so intensiv und eifrig dienen könnten“

Dabei vergaßen jedoch, Allah, den Allmächtigen, mitzurechnen und machten einen großen Fehler, indem sie glaubten, dass der Gesandte Allahs und die Gläubigen herrenlos dastünden. Allah, Der Erhabene, offenbarte darauf die folgenden Verse, um ihnen die erforderliche Antwort zu erteilen:

„Sie (Heuchler) sind es, die sagen: „Spendet nicht für die, die mit dem Gesandten Allahs sind, bis sie (ihn) verlassen“, während doch die Schätze der Himmel und der Erde Allahs sind; allein die Heuchler verstehen nichts.“ (63. Al Munafiqun, 7)

Was braucht nun mehr ein winziges Volk, jedoch im starken Glauben als dies, wenn sie über die Macht (die Heerscharen Allahs), Vermögen und wirtschaftliche Macht (Schätze Allahs) verfügt?

Selbstverständlich braucht sie nur noch Ausbildung, Vorbereitung und Tapferkeit, was man in der islamischen Terminologie als „tesdid“ (Orientierung zum Guten) bezeichnet.

Nun wollen wir es kurz erläutern:

Grundlage „Tesdid“ (Orientierung zum Guten):

Tesdid bedeutet militärische Ausbildung, Vorbereitung auf den Dschihad und Erlangung der Tapferkeit. Darin liegt ferner die Erlernung der erforderlichen Methode, des notwendigen Programms und der unerlässlichen Strategien, um den Erfolg und den Sieg zu erlangen. Sozusagen ist tesdid die Erziehung und die Ausbildung für den Dschihad. Darunter sollte verstanden werden, was für Pflichten erfüllt werden sollten, wie sollte gehandelt werden, wie die Menschen zu Allah aufgerufen werden, wann die Wahrheit mit gewaltigster Stimme krass gezeigt werden sollte, wann sie verschwiegen werden sollte, wann aber offenbart werden, wann insgeheim gearbeitet und kommuniziert werden, wann die Jugend und deren dynamische Energie gezügelt werden, wann die Jugend unter gerechter Behandlung ihrer Jugend und Grundsätze vorstürmen sollte, wann gegen Götzendiener (Taghut), Grausame, Unterdrücker und Islamfeinde rohe Gewalt angewandt werden sollte, wann mit ihnen nachsichtig und gelinde verfahren werden sollte, wann im Angesicht der Unterdrückung und Gewalt Geduld aufgebracht und in Ausdauer erduldet werden sollte, wann gekämpft und um den Sieg gerungen werden sollte, in was für Verhältnissen mit Menschen gemeinsam gelebt werden sollte, wie diejenigen, die sich von Allah entfernt haben, wieder an Allah genähert werden sollten, wie die Menschen geführt und behandelt werden sollten, wie die Geschehnisse, die sich im positiven oder im negativen Sinne ablaufen, betrachtet und bewertet werden sollten, ob im Schatten der götzendienerischen Ordnungen Widerstand geleistet und ertragen werden oder für die Religion ausgewandert werden sollte, wann in die Wohnungen zurückgezogen werden sollte, um der Welt völlig entsagen zu müssen, wann wieder auf die Straße getraut werden sollte, wann der Kampf (Dschihad) angesagt werden sollte, wann auf den Straßen für Dschihad die Waffen abgefeuert werden sollten, wie die Menschen zur Ruhe und Ordnung gebracht werden sollten, wie den Unterdrückten und hilflosen Menschen geholfen werden sollte, wann die Macht und die Ehrenhaftigkeit unter Beweis gestellt werden sollten, wie auf den Kampf vorbereitet werden sollte, wie die Pläne über die Konfrontierung mit dem Feind und den Kampf gegen Feind geschmiedet werden sollten, wie in die Herzen der Feinde Angst eingejagt werden sollte, was für Fallen ihnen gestellt werden und wie sie überrumpelt werden sollten.

Wann und wie sollte dies alles erreicht werden?

Darauf gibt es nur eine einzige Antwort:

Durch Ausbildung und Erziehung bzw. durch Tesdid auf etwas Gutes abzielen. Zweifellos wird dies alles nur durch das Wissen verwirklicht und erlangt werden können. Z.B. das Wissen über die Verkündung ist ein Licht, das Allah in die Herzen der Verkünder einstrahlen lässt, damit die Verkünder unter den Menschen durch dieses Licht verkehren und sie dadurch behandeln können. Wiederum gibt es keinen Zweifel daran, dass den Verkündern, die auf den Weg Allahs rufen, unbedingt obliegt, dieses Wissen zu erlangen.

Es ist dabei notwendig, dass sie aus den Erfahrungen der früheren Verkünder zu lernen haben. Denn sie haben in ihren großen Aktionen und Handlungen manchmal und von Zeit zu Zeit zutreffende Ergebnisse erzielt, manchmal jedoch haben sie auf dem Weg zum Ziel versagt. Andererseits versuchten die Feinde des Islam, in ihrer Vorgehensweise gegen Allah und Seinen Gesandten aufgrund dieser Ereignisse ihre gesamte Mühe einzusetzen, wie sie heute ein paar Apparate, Personen und weit umfassende Pläne einzusetzen versuchen.

Eine zahlenmäßig kleine, aber im Glauben starke Gemeinde sollte sich in dieser Hinsicht und diesbezüglich unbedingt gebührend anstrengen. Das bedeutet, dass der Ausbildung, der Vorbereitung auf den Dschihad und der Erziehung dafür große Bedeutung beigemessen werden sollte genauso wie es erforderlich ist, sich um die Angelegenheiten zu kümmern wie die Stärke, finanzielle Möglichkeiten und militärische Einheiten. Es ist des Weiteren notwendig, solche Angelegenheiten niemals dem Zufall zu überlassen. Trotz allem gibt es dabei noch eine Tatsache, die keinen geringsten Zweifel duldet: Allah wird nur eine festgläubige Gemeinde in ihren Taten, Anstrengungen, Ausbildungsbemühungen und Vorbereitungsarbeiten nicht allein lassen, wie Er sie in den Schlachtfeldern und an den Fronten gegen Feinde immer begleiten wird.

Allah, Der Erhabene, spricht nämlich wie folgt:

„Und diejenigen, die in Unserer Sache wetteifern- Wir werden sie gewiss auf unseren Wegen leiten. Wahrlich, Allah ist mit denen, die Gutes tun.“ (29. Al Ankebut, 69)

Angesichts der Tatsache, dass Allah es ist, Der einer islamischen Gemeinde in ihren Handlungen und Anstrengungen die Richtung weist, gehört es sich für einen Verkünder niemals, von anderer Hilfe zu erwarten, die ihm bei seiner Arbeit den Weg weisen sollten.

Wie in diesen und ähnlichen Versen erklärt wird, pflegen die Verkünder, die auf den Weg Allahs rufen, mit Hilfe Allahs Rechtleitung und Unterstützung durch das von Allah als eine Gabe zuteilgewordene Licht unter den Menschen zu verkehren, und lernen, wie sie die Menschen zu behandeln haben und was für Beziehungen zu Freunden und Feinden aufrechtgehalten werden dürfen. Mit Hilfe dieses göttlichen Lichts wissen sie am besten, wie die Herzen, der Verstand und die Gefühle derjenigen angesprochen werden sollten, von deren ungläubigen Herzen Allah Sein Licht zurückgezogen hatte, um es dann dem Aktionsplan zu zufügen. Allah, Der Erhabene, gebietet wie folgt:

„Kann wohl einer, der tot war und dem Wir Leben gaben und für den Wir ein Licht machten, um damit unter den Menschen zu wandeln, dem gleich sein, der in Finsternissen ist und nicht daraus hervorzugehen mag? Und so wurde den Ungläubigen schön gemacht, was sie zu tun pflegen. Und so haben Wir es in jeder Stadt mit den Großen ihrer Sünder gemacht: damit sie darin Ränke schmieden. Und sie schmieden nur Ränke gegen sich selbst, ohne dass sie es merken.“ (6. Al Anam, 122-123)

Fasst man nun diese beiden Verse Punkt für Punkt zusammen:

a) Der Glaube ist das Leben, der Unglaube ist der Tod. Der Gläubige lebt im Licht, während der Ungläubige in Finsternis lebt.

Der Teufel verschönert denjenigen, die schlechte Taten verrichten bzw. zu verrichten beabsichtigen, eben diese Taten.

In jeder Stadt gibt es Verbrecher, die dem Volk Fallen stellen.

Jede gestellte Falle kehrt wieder zurück zum Fallensteller selbst.

Während der Offenbarung des edlen Korans widersetzten sich die Götzendiener in Mekka dagegen, die Wahrheit anzuerkennen. Was daraus folgte, ist ja allgemein bekannt. Heute werden ebenfalls die Götzendiener, Laizisten, Atheisten und ähnliche die Folgen dessen erfahren, die Wahrheit nicht zu akzeptieren, und zwar erwartet sie ein solcher Ausgang, der schrecklicher sein wird als das Ende der Götzendiener in Mekka von damals.

Wer im Diesseits etwas verbrochen hat, wird nicht unbestraft davonkommen können.

Grundlage: Tesbit (Ausdauer, Stetigkeit und die Moralbildung)

Sich auf die göttliche Hilfe zu verlassen ist ein Anlass zur Erhebung der moralischen Situation im Leben der Verkünder. Die Zustände gehören zu den Besonderheiten der Verkünder, und zwar solcher Verkünder, die an Allah fest glauben und Ihm vertrauen. Denn nur der feste Glaube würde ihnen schon genügen, von Allah schöne Tugendeigenschaften zu erlangen wie Vertrauen, Entschlossenheit, Ruhe, Stabilität und Ausdauer. Diesbezüglich spricht Allah, Der Erhabene, wie folgt:

„Er ist es, Der Ruhe in die Herzen der Gläubigen niedersandte, damit sie ihrem Glauben hinzufügen- und Allahs sind die Heerscharen der Himmel und der Erde, und Allah ist Allwissend, Allweise.“ (48. Al Fath, 4)

„Allah ist wohl zufrieden mit den Gläubigen, weil sie dir unter dem Baum Treue gelobten; Und er wusste, was in ihren Herzen war, dann sandte Er Ruhe auf sie hinab und belohnte sie mit einem nahen Sieg; Und mit viel Beute, die sie machen werden. Und Allah ist Erhaben, Allweise.“ (48. Al Fath, 17-18)

Diesen Versen, deren ungefähre Bedeutungen angegeben wurden und verschiedenen Versen in der Sure Al Fath könnten folgende Tatsachen entnommen werden:

Hier wird darauf hingewiesen, dass unserem Propheten und der islamischen Gemeinschaft ein großer Sieg zuteilwurde und dass es sich immer wieder verwirklichen dürfte.

Dass Allah dem Diener Gaben zuteilwerden lässt, erfordert, dass der Diener sich dazu zu Dank verpflichtet und dass der Diener Dankbarkeit erweist, erfordert wiederum, dass ihm vergeben wird und die Menge und die Anzahl der Gaben vermehrt werden.

Hier wird erläutert, dass der Prophet und die Gläubigen von Allah dafür belohnt werden, dass sie sich gedulden und auf dem Wege Allahs mit allen Mitteln(Dschihad) bemühen.

Es wird darauf hingewiesen, dass die Ungläubigen über den Sieg der Gläubigen trauern und betrübt sind, und dass diese Betrübnis ihnen im Diesseits eine Bestrafung bedeutet.

Es wird auf die Vorzüglichkeit der Gläubigen hingewiesen, die sich an der Huldigung Ridvan beteiligten, und erörtert, dass Allah Gefallen an ihnen fand und großen Wert auf sie legte.

Allah, Der Erhabene, belohnt Seine standhaften und glaubenskämpferischen Diener durch die diesseitigen und jenseitigen Gaben in unzähliger Fülle.

„Dann sandte Allah Seinen Frieden auf Seinen Gesandten und auf die Gläubigen herab und sandte Heerscharen hernieder, die ihr nicht saht, und strafte jene, die ungläubig waren. Das ist der Lohn der Ungläubigen.“ (9. At Tauba, 26)

Nun sind dieser himmlische Frieden und diese göttliche Ruhe etwas solches, das in die Herzen der Menschen eine stetige Stabilität (Festigkeit) verleiht, und in schwersten Notlagen trotz Besorgnis, Trauer, seelischer Krise und Erschütterungen nur Ruhe, Frieden und Sicherheit verschafft. Des Weiteren sollte hinzugefügt werden, dass Allah, Der Erhabene, die Gläubigen, Verkünder und Glaubenskämpfer in den Schlachtfeldern und allen Kamparenen in ihren Lagen und in ihrem Glauben, in ihren Worten, sowohl im Diesseits als auch im Jenseits gewiss befestigt.

Lassen wir uns nun noch einmal unserem Herrn, Den Allmächtigen, zuhören:

„Allah stärkt die Gläubigen mit dem fest gegründeten Wort, in diesem Leben wie auch im künftigen; und Allah lässt Frevler irregehen; und Allah tut, was Er will.“

(14. Ibrahim, 27)

In diesem Vers verheißt Allah, Der Allmächtige, dass Er die Gläubigen im Glauben befestigen wird, damit sie als Gläubige sterben könnten und dass Er sie von der Bestrafung im Grab befreien und ihnen dabei helfen wird, auf die Fragen der Vernehmungsengel Münker und Nekir zu antworten. Noch einmal hören wir zu, was unser Herr, Der Erhabene, diesbezüglich spricht:

„O ihr, die ihr glaubt, wenn ihr Allahs Sache helft, so wird Er euch auch helfen und euren Füssen festen Halt geben.“ (47. Muhammed, 7)

O ihr, die ihr euch Allah zum Herrn, den Islam zur Religion und den ehrwürdigen Muhammed zum Propheten nehmt! Wenn ihr durch Beteiligung am heiligen Kampf gegen eure Feinde die Religion, den Propheten und die Freunde Allahs unterstützt, wenn in diesem Sinne Allah helft, so hilft Allah auch euch, indem Er euch dazu verhilft, über eure Feinde einen Sieg zu erringen und gibt euren Füßen festen Halt in allen Schlachten, die ihr dem Feinde gegenüberstehen müsstet. Das ist eine Verheißung von Allah. Im Laufe der ganzen Geschichte des Dschihad auf dem Weg Allahs, brachte Er etliche Male dieses Versprechen von Ihm zu Gunsten Seiner gläubigen Diener in Erfüllung. Aus diesem Grunde wird derjenige, der durch die Unterstützung der Religion und der Freunde Allahs Ihm beisteht, zum wahren Sieg, zum Wahren Erfolg gelangen. Im 8. Vers der Sure Muhammed jedoch wird zusammengefasst erläutert:

„Die aber ungläubig sind- nieder mit ihnen! Er lässt ihre Werke fehlgehen.“

Hier werden die Ungläubigen darauf hingewiesen, dass sie sich im Diesseits wie auch im Jenseits mit dem Unglück und der Enttäuschung begegnen werden. Die himmlische Güte besteht jedoch nicht hieraus. Allah bindet die Herzen miteinander. Denn die Herzen sind es, die während der Momente der Trübsal und der Widrigkeiten Schwäche aufwiesen. Diese Hilflosigkeit und Willensschwäche intensivieren sich in dem Maße, wie der Moment der Trübsal heftiger wird und sich unbefristet hinzieht. Gerade in diesem Moment ist es, dass die Mehrzahl der Menschen in Richtung Stärke und auf dem Wege zum Ziel wie die Blätter vom Baum abfallen. Dabei sind nur die Gläubigen ausgenommen. Denn Allah, Der Erhabene, vereinigt die Herzen der Gläubigen miteinander:

„Denn Er ließ den Schlaf als eine Sicherheit von Ihm auf euch niedersinken; und Er sandte Wasser auf euch aus den Wolken nieder, um euch damit zu reinigen und Satans Befleckung von euch hinweg zunehmen, auf dass Er eure Herzen stärkte und (eure) Schritte festigte. Da gab dein Herr den Engeln ein: „Ich bin mit euch; so festigt denn die Gläubigen. In die Herzen der Ungläubigen werde Ich Schrecken werfen. Trefft (sie) oberhalb des Nackens und schlagt ihnen jeden Finger ab.“ (8. Al Anfal, 11-12)

Wie erstaunlich ist es nun, was für Heldentaten die Herzen der Menschen in den Momenten der Trübsal, in den Schlachtfeldern, in den Gefängnissen und im Kerker als Walzen der Unterdrückung und Grausamkeit sowie unter Peitschenschlägen und Schlagstockhieben der erbarmungslosen Henker zur Schau stellen. Konsequente, befriedigte, Gottergebene und stabile Herzen! Als ob diese Herzen aus Eisenherz erzeugt worden wären!

Die am meisten deutliche und klar sichtliche der Wahrheiten ist die folgende:

Wie lange die Trübsal und Widrigkeiten sich hinziehen und wie groß und heftig sie auch sein mögen, gibt es keine Grenzen bezüglich der himmlischen Hilfe. Die ihnen zuteilwerdenden himmlischen Hilfen sind also unbegrenzt.

Die diesen Herzen gegenüberstehenden Herzen sind die Herzen der Heuchler, Ungläubigen, Aufsässigen und derjenigen, die sich als Partner Allahs hinstellen (Taghut).

Die Besitzer solcher Herzen pflegen gegenüber Allah und Seinem Gesandten, großzutun, sich gegen sie aufzulehnen, und bezüglich ihres Trotzes befinden sich an der Gipfel. Jedoch sind diese Herzen schwach, unbefriedigt, kontaktlos, und werden durch Ängste, Sorgen, Belastungen (Stress), seelische Erschütterung ringsum umzingelt.

Allah, Der Erhabene, gebietet wie folgt:

„Doch Allah ist euer Beschützer und Er ist der beste Helfer. Wir werden in die Herzen der Ungläubigen Schrecken werfen; deshalb, weil sie Allah Götter zur Seite setzen, wozu Er keine Ermächtnis niedersandte, und ihre Wohnstätte wird das Feuer sein, und schlimm ist die Herberge der Ungerechten!“ (3. Al-i Imran, 150-151)

Folgende Schlussfolgerungen könnte man zusammenfassend aus diesen beiden und dem davorstehenden Vers 149 ziehen, deren ungefähre Bedeutungen bereits angegeben wurden:

In solchen Verhältnissen, wo eine Wahlfreiheit für die Alternativen besteht, wäre verboten, sich den Ungläubigen zu fügen. Jedoch wird im Falle eines Zwangs (einer ernsten Drohung) demjenigen, der das Foltern nicht aushalten kann, erlaubt, das zu sagen, wozu er aufgehetzt wurde, oder zu verrichten, was sie verlangen, und zwar unter der Voraussetzung, dass er dabei dagegen Groll im Herzen hegen sollte.

Das Geheimnis des Verbots, sich den Ungläubigen zu fügen- Allah bewahre uns davor- liegt darin, dass sie die Gläubigen letzten Endes dazu verführen könnten, vom richtigen Glauben abzufallen.

Wer einen anderen als Allah, Den erhabenen, um Hilfe bittet, so erniedrigt ihn Allah, Der Allmächtige.

Allah hat verheißen, den Gläubigen auch dann zu helfen, auch wenn Er in die Herzen der Ungläubigen bereits Schrecken eingejagt haben mag.

Denn Ebu Sufyan beabsichtigte aus Rache nach der Niederlage in Uhud gegen Medina zu marschieren, um die dort zurückgebliebenen Männer zu töten. Er hetzte sich auf diese Weise auf. Aber Allah jagte in sein Herz Schrecken ein, so verzichtete er darauf durch die Vorsehung Allahs.

Jede Behauptung, worüber keine Beweise durch den Behauptenden vorgebracht werden können, ist falsch und nichtig. Für die Pflicht, Beweise vorzubringen, wird im Vers der Ausdruck „Sultan“ verwendet. Nur durch die Beweise wird eine Tatsache Rechtwirksamkeit erlangen dürfen. Wer im Recht ist, gelangt zu seinem Recht nur durch das Vorbringen notwendiger Beweise. Um diesen Punkt besser verstehen zu können, möchten wir nun die ungefähre Bedeutung und Erklärung des 2. Verses der Sure Al Haschr (Die Versammlung) gemeinsam durchgehen:

„Er ist es, Der diejenigen Vom Volk der Schrift, die ungläubig waren, aus ihren Heimstätten zur ersten Versammlung austrieb. Ihr glaubtet nicht, dass sie hinausziehen würden, und sie dachten, dass ihre Burgen sie gegen Allah schützen würden. Doch Allah kam von dort über sie, woher sie es nicht erwarteten, und warf Schrecken in ihre Herzen, so dass sie ihre Häuser mit ihren eigenen Händen und den Händen der Gläubigen zerstörten. So zieht eine Lehre daraus, o ihr, die ihr Einsicht habt!

Wie dem obigen Vers zu entnehmen ist, dessen ungefähre Bedeutung wir vorgegeben haben, haben sie ein paar Kalkulierungen vorgenommen. Bezugnehmend darauf hatten sie Festungen gebaut. Allah kam jedoch auf sie von einer Richtung, aus welcher sie es nicht erwartet hatten. Das bedeutet, dass Er aus der Richtung ihrer Herzen auf sie zukam. Nämlich warf Er in ihre Herzen großes Schrecken, um sie aus einer Richtung zur Niederlage zu zwingen, woran sie nicht einmal gedacht haben. Mit Rücksicht auf die Relevanz der Angelegenheit erläutern wir etwas weiter. Dieser Vers wurde im vierten Jahr der Gründung des Islamischen Staats in Medina herabgesandt. Der Gesandte Allahs, Friede und Segen Allahs auf ihm, schloss mit den Nachbarstaaten jeweils ein Abkommen über das einträchtige Zusammenleben ab. Ebenfalls ging er mit den Söhnen Nadirs, die einen jüdischen Staat gegründet hatten, auf ein ähnliches Abkommen ein. Sie versprachen dadurch, weder gegen noch für Muslime vorzugehen.

Im zweiten Jahr nach der Auswanderung (Hedschra) errangen der Gesandte Allahs und seine Heerscharen in der Schlacht bei Bedr gegen Mekka einen beachtenswerten Sieg. Das versetzte die Söhne von Nadir ins Schrecken. Denn Muslime waren auf einmal stark. Danach begannen sie, sich gegen den Islam anzustrengen. Ihr Führer Ka´ab Ibn-ul Aschraf las über die Frauen der Muslime manche Gedichte vor. Ihm schlossen sich der Jude Ebu Afet und die Jüdin Asma Bint-i Merwan an, um den Islam zu verunglimpfen. Der Gesandte Allahs, Friede und Segen Allahs auf ihm, entsandt Leute dahin, um sie zu vernichten, die es mit Erfolg verwirklicht haben. Der Gesandte Allahs hatte auch mit dem jüdischen Stamm Kainuka ein Abkommen abgeschlossen. Sie fingen ebenfalls an, sich gegen die Muslime zu agieren.

Sie brachten es fertig, dass bei einer muslimischen Frau die Stellen entblößt wurden, die bedeckt bleiben sollten, indem sie ihr unerwartet und ohne es merken zu lassen das Kopftuch herabfallen ließen. Als ein Muslim es bemerkte, machte er sich auf der Stelle über den Juden her, der diese Tat beging, und tötete ihn. Die Juden übten Rache und töteten ihrerseits diesen Muslim. Ohne Zeitvergeudung umzingelte der Gesandte Allahs den Stamm Kainuka, der sich jedoch sofort ergab. Die Stammesangehörigen wurden ihres Vermögens und ihrer Waffen enteignet. Schließlich wurden sie von dort vertrieben. Sie machten sich in Richtung nach Damaskus (Asch Scham) auf den Weg. Auch die Söhne von Nadir blieben nicht ruhig. Sie fürchteten davor, dass die Muslime noch mehr an Macht gewinnen könnten. Deswegen schmiedeten sie Pläne darüber, den Gesandten Allahs zu töten. Um sich dessen zu vergewissern, ging der Gesandte Allahs in Begleitung von 10 Prophetengefährten in die Gegend, wo sich die Söhne von Nadir gerade aufhielten. Der Gesandte Allahs lehnte sich mit dem Rücken gegen eine Mauer und wartete, wobei er gleich merken musste, dass manche Juden versuchten, über die Mauer zu klettern, um über seinen Kopf etwas fallen zu lassen. Der Gesandte Allahs machte sofort kehrt und bereitete eine Heerschar vor, um sie zu umzingeln, woraufhin sie sich alle sofort ergaben und ihr ganzes Vermögen und ihr ganzes Waffenarsenal dem islamischen Staat zur Verfügung stellten.

Die Offenbarung der Sure Al Haschr berichtet im zweiten und bis zum darauffolgenden Vers über dieses Ereignis. Wie hat also Allah, Der Erhabene, diese ungläubigen Juden aus ihren Häusern vertrieben. Dabei hatten sie niemals daran gedacht, dass ihnen so etwas passieren würde. Denn sie waren nur davon überzeugt, mächtig zu sein und starke und undurchdringliche Festungen zu verfügen. Aber Allah, Der Allmächtige, jagte in ihre Herzen Schrecken ein, woraufhin sie gleich begannen, ihre Häuser durch ihre eigenen Hände zu zerstören. Die Muslime griffen sie umgehend an. Letzten Endes ergab sich dieser Judenstaat. Allah, Der Erhabene, spricht zu Menschen, die verständig und einsichtsvoll sind, wie folgt:

„Nunmehr solltet ihr Lehre daraus ziehen!“

Die Verständigen unter den Ungläubigen sollten auf die folgende Weise eine Lehre daraus ziehen:

Die Vergeltung des Verrats und der Anstrengung gegen die Muslime wird unerträglich schwer sein. Daher sollten sie lieber aufpassen. Denn Allah ist ja mit den Gläubigen. Die Muslime sollten auch über die Sache nachdenken; sobald sie zu wahren Gläubigen und anschließend zum islamischen Staat geworden sind, half Allah ihnen dabei, dass sie für Ungläubige zum Schrecken werden. Allah, Der Erhabene, spricht in dem 13. Vers dieser Sure wie folgt:

„Wahrlich, sie hegen größere Furcht vor euch in ihren Herzen als vor Allah. Dies (ist es), weil sie ein Volk sind, das nicht begreift.

Aber leider sind die Muslime mehr als zwei Milliarden auf der ganzen Welt. Die Juden zählen nur sieben bis zehn Millionen. Die vielfach starke Muslime sind leider nicht einmal im Stande, in die Herzen der Juden Schrecken einzujagen. Deswegen usurpierten die Juden das ganze Palästina, sie vertrieben und vertreiben sogar die Einheimischen aus ihrem eigenen Land. Überdies töten sie sogar täglich erbarmungslos viele Menschen, stecken viele Häuser in Brand und stürzen sie ab. Viele Menschen aus Palästina werden durch die Juden verhaftet und ins Gefängnis gesteckt oder ins Exil geschickt. Trotz all diesem schauen die in der islamischen Welt bestehenden armen Staaten nur zu. Im Gegenteil wünschen die meisten derer voller Sehnsucht, mit den Juden Friedensverträge abzuschließen. Dass die von der muslimischen Gemeinschaft seit über 30 Jahren erwartete Partei an die Macht kam, wurde zum Beginn einer Periode, wo die mit Israel in jeder Hinsicht abgeschlossenen Abkommen die maximale Gipfelhöhe erreichten. Wenn diejenigen, die über ihren Islam plaudern, sich so verhalten, was könnte man nun über den Rest denken? Wenn ein islamischer Staat da gewesen wäre, wäre der Name Israel überhaupt nicht mehr zu hören, jedoch nur in den Büchern zu lesen gewesen. Dann würden die Juden eventuell ihr Land verlassen, um nach Europa umzusiedeln bzw. zu flüchten.

Die Serben begingen in Bosnien-Herzegowina täglich Massaker, vergewaltigten muslimische Frauen. Sie haben die Häuser der Muslime über den Kopf abgerissen und die überlebenden Muslime zwangen sie zur Auswanderung. Die muslimischen Länder haben nur zugeschaut. Danach fürchteten weder die Serben noch die Kroaten die Muslime. Im Augenblick fürchten sie immer noch nicht. Denn es fehlt den Muslimen an einem islamischen Staat. Wiederum sind es Armenier (mit drei Millionen an der Zahl), die Aserbaidschan (etwa acht Millionen Einwohner) angreifen, um die Muslime zu töten und deren Länder zu besetzen (1990). Wieder schauten alle islamischen Länder zu, sogar riefen sie die Muslime dazu, mit Ungläubigen Friedensabkommen abzuschließen. Das gleiche Spiel setzt sich nun in Kosovo fort. In einer solchen Lage befinden wir uns also! Dennoch blicken wir noch einmal in die Geschichte zurück:

Als zur Zeit des Kalifen Mu´tasim der islamische Staat herrschte, griffen die Byzantiner in der Nähe von Amassia (jetzige Amasya) auf eine muslimische Frau an. Der Kalif, der die Nachricht erhalten hatte, entsandte eine Heerschar dahin, um Amasya zu erobern. Dabei wurden 30-000 byzantinischen Kämpfer getötet und in der gleichen Anzahl von Frauen wurden zu Sklavinnen gemacht. Erst dann, wenn wir einsichtig werden, werden wir diese Tatsachen zu begreifen wissen. Wenn wir zum islamischen Staat werden, werden wir allen Menschen Schrecken ins Herz einjagen können. Denn Allah wird dann immer mit uns sein. Dann werden wir Herrlichkeit bzw. Würde erlangen und würden in der Lage sein, unsere Länder, unsere Ehre und unser Vermögen zu schützen. Anstatt Zuschauer zu spielen, würden wir uns für die Eroberung des ganzen Globus mobilisieren. Der ehrwürdige Usman mit großem Weitblick, möge Allah an Ihm Gefallen finden, sagte wie folgt:

„Allah verwirklicht das, was Er nicht mit dem Koran verwirklichen will, mit dem Sultan (Staat, Schwert; Schrecken)“

Blicken wir in die prächtige Geschichte der damaligen Muslime zurück, so geschah das Gleiche während unseres Unabhängigkeitskampfes, als sich zwei französischen Soldaten an der Verschleierung einer muslimischen Frau vergriffen hatten. Heute jedoch beschäftigen sich diejenigen, die die Muslime angeblich regieren, zu jeder Stunde nicht mit etwas anderem als mit den Kopftüchern unserer Glaubensschwester, die an der Universität wie die anderen Mädchen studieren möchten, die sich bekleiden dürfen, wie es ihnen beliebt ist. Auch wenn sie alle auf die muslimischen Namen hören, werden sie mit der Zeit zu solchen Leuten, die jüdischer Gesinnung sind. Sie heißen zwar Yakub, aber sie haben einen Charakter wie der Agop. Sie treiben vom muslimischen Volk Steuern ein, bekommen von ihnen Stimmen dazu, gewählt zu werden, jedoch arbeiten sie wie Sklaven für Westen, Europa, Amerika und klarer ausgedrückt für Nichtmuslime.

Folgendermaßen beschreibt Allah, Der Erhabene, im edlen Koran auf die schönste Art und Weise wie die Lage der Heuchler aussieht, die sich eine Niederlage einstecken mussten und wie sie sich in den schrecklichen und vertrauensvollen Lagen verhalten:

„(Und sie sind) gegenüber euch (Muslimen) geizig. Naht aber Gefahr, dann siehst du sie nach dir anschauen- mit rollenden Augen wie einer, der aus Todesfurcht in Ohnmacht fällt. Doch wenn dann die Angst vorbei ist, dann treffen sie euch mit scharfen Zungen in ihrer Gier nach Gut. Diese haben nicht geglaubt, darum hat Allah ihre Werke zunichte gemacht. Und das ist für Allah ein Leichtes.“

(33. Al Ahzab, 17)

Hier sind also, wie oben ebenfalls erwähnt wurde, die Lage und Eigenschaften der Soldaten der beiden Seiten in exzellenter Form dargestellt.

Die Heerschar derjenigen auf einer Seite, die zu Allah rufen und die Heerschar derjenigen auf der anderen Seite, die Feinde gegen Allah und Seinen Gesandten sind! Das Ergebnis ist offensichtlich und deutlich! Bloß sollte einer von euch innerlich nicht denken: „Na ja, mag stimmen! Aber die Zeiten haben sich geändert. Die Kämpfe in der Vergangenheit waren anders als die von heute. Bei den Kämpfen und Streiten zwischen Moses und Pharao, Noah und seinem Volk, Abraham und Nimrod sowie zwischen Allah und Seinen Gesandten und dem Stamme Kuraisch sowie Juden war von einer himmlischen Hilfe für die Gläubigen die Rede und sie verwirklichte sich. Denn Allah hatte sie ihnen verheißen und Er war in Seinem Versprechen treu.

Aber heute wurden die Herrscher der götzendienerischen Ordnungen (Systeme), die Heerscharen der Supermächte durch die von Menschen hergestellten tödlichen vernichtenden, Lebewesen vergiftenden, die Häuser zertrümmernden, modernen und chemischen sowie biologischen Waffen ausgerüstet (wie Viren-Herstellung in den Labors). Den Muslimen raubten sie alles, was noch übriggeblieben war. In jedem Bereich des Lebens der Muslime ließen sie sie ihre Macht und ihre Herrschaft fühlen. Sie mischten sich in jeden Lebensbereich der Muslime und umzingelten sie alles wie ein Polyp, um im beruflichen wie auch im privaten Bereich sie durch ihre Kultur zu manipulieren.

Sie haben ihnen (den Muslimen) all die ganze Macht und jegliche Befugnisse entrissen, damit sie keine Kraft mehr hätten sollten, sich irgendwie zu bewegen. Sie verloren dadurch ihre Hoffnung darauf, dass Hilfe von Allah kommen würde, wodurch sie befreit und irgendeinen Sieg erringen werden könnten. Wie wird diese Supermacht und prachtvolle Herrschaft in die Hände der Muslime übergehen? Was ist eure Meinung darüber? Hättet ihr irgendeine Idee in dieser Hinsicht? Wie wird diese Macht bzw. die Herrschaft in die Hände der gläubigen Verkünder auf dem Wege Allahs gelangen?

Wie könnten wohl die Gläubigen sich vor diesen Schmarotzern (Kraken), die die ganze Welt bedecken, vor diesen polizeilichen Verfolgungen der nichtmuslimischen Systeme, vor der Schlechtigkeit der Nachrichtendienstnetze retten? Heute haben bereits die Medien, CIA, MOSSAD und ähnliche ihre Unterdrückungs- und Gewaltsysteme über die Muslime gegründet, um sie auch in Bezug darauf unter Kontrolle zu halten, wie sie ein- und ausatmen.

Gewiss verlangte die Macht des Pharaos von Zauberern folgendes:

Durch ihre Zauberkunst sollten sie Moses, Friede Allahs auf ihm, besiegen. Des Weiteren wollte er von Haman, einen hohen Turm zu bauen, von wo aus er den Herrn des Moses hätte sehen können. Die Macht Nimrods jedoch verlangte, Feuer anzuzünden, um darin den Propheten Abraham (Ibrahim) zu verbrennen, wobei er von einer Wurfmaschine (einem Schleudergestell) Gebrauch machen wollte.

Die Macht des Ebu Cehil bestand aus Maulwurfgräberbanden und einer Handvoll von Räubern aus dem Pöbel und aus ein paar Banditen; sie marschierten um Ebu Cehil umher und agierten nur auf seinen Befehl.

Nun aber versuchen die Grausame und falsche Götter (Taghut) von heute, Menschen nicht einmal in Ruhe atmen zu lassen. Die Muslime können heute nur schwer und der Duldung der Nichtmuslime entsprechend ein- und ausatmen. Wenn dies alles so weiter gehen sollte, werden wir eines Tages auch die Luft, die umsonst und in beliebiger Menge ein- und ausatmen, nur mit ihrer Erlaubnis und ihrem Einverständnis ein- und ausatmen dürfen. Denn sie verfügen über solche chemische Waffen, die in das Innere des Körpers eindringen, die Menschen vergiften und beim Treffen auf die Menschen gar nichts übriglassen und die Menschen in kleine Stücke reißen. Ihnen stehen technische Waffen, die ferngesteuert und mit künstlicher Intelligenz geführt werden und durch einen bloßen Knopfdruck alles treffen lassen, was sie treffen wollen. Sie haben ordentliche militärische und polizeiliche Kräfte und Geheimdienste, die die Verkünder von einst weder gesehen noch gehört haben könnten.

Wenn wir nun solche Kalkulierungen und Gedanken im materiellen Denken in die Hand nehmen und dabei den moralischen und himmlische Sinn außer Acht lassen, so kommt ein schockierendes Bild zustande. Es wäre also nicht möglich, die damalige Zeit mit der heutigen Zeit zu vergleichen. Aber auf diese obige Unschlüssigkeit konnte wie folgt geantwortet werden:

Nun ist alles richtig und stimmt gewiss zu, wie man sich so denken könnte. Zum Bedauern ist es, dass die Menschen einen solchen Zweifel in ihren Herzen hegen. Jedoch verfügen wir über Zeugen, die diesen Zweifel zunichtemachen werden. Eine Zeugenschaft aus unserer Zeit von heute, die andere aus dem edlen Koran.

In dem Jahrhundert, wo wir uns gerade befinden, sollte man das Gedächtnis zur Hilfe rufen, um sich mancher Ereignisse erinnern zu können. Denn das verflossene Blut der Märtyrer ist immer noch so frisch, dass es noch in zum Himmel emporsteigenden Dampfwänden dampft. Einst lagen die Macht und die Herrschaft in den Händen des falschen Gottes (Taghut) im Iran, Schah Reza Pahlavi, und seiner Anhänger, die das iranische Volk unterdrückten. Was passierte dann? Allah übergab diese Macht, Herrschaft und militärische Kräfte durch Seine moralische Hilfe in die Hände der revolutionären Muslime. Die revolutionären Muslime gründeten trotz allem und insbesondere trotz aller Intrigen der teuflischen USA einen islamischen Staat im Iran!

Zweites Beispiel wäre, dass unsere glaubenskämpferischen afghanischen Brüder himmlische Hilfe bekommen haben. Was machten sie dabei? Sie haben Russland, das als zweite Supermacht der Welt bezeichnet wurde, vor Augen aller Menschen der Welt besiegt und verwüstet. Nur schwer konnten die Übriggebliebenen sich ihr Leben retten.

Drittes Beispiel: Rufen wir mal eine Handvoll von glaubenskämpferischen tschetschenischen Brüdern von uns ins Gedächtnis. Sie waren ebenfalls in der Lage, vor Augen der ganzen Welt den russischen Ungläubigen eine Niederlage bereiteten. Erteilen dies alles und ähnliches etwa keine Lektionen?

Nun kommen wir zu Zeugenschaften des Korans, was einem Muslim wichtiger als alles andere wäre. Wenn im edlen Koran eine himmlische Verheißung vorliegt, so wäre es für einen Gläubigen undenkbar, daran zu zweifeln. Ein solcher Zweifel beschädigt den Glauben. Hören wir nun dem edlen Koran zu:

„Und sie hätten dich fast aus dem Lande vertrieben; dann aber wären sie nach dir nur eine kurze Zeitspanne (dort) geblieben. In dieser Weise verfuhren (Wir) mit Unseren Gesandten, die Wir vor dir schickten; und du wirst keine Änderung in Unserem Verfahren finden. „ (17. Al Isra, 76-77)

Eine kurze Erläuterung: Die Götzendiener hatten den Propheten Muhammed fast aus dem Lande verscheucht, um ihn aus Mekka mit Gewalt zu vertreiben. Daher hat Allah, Der Erhabene, ihm geboten, auszuwandern. Wenn sie es zustande gebracht hätten, wären sie nach dem Propheten nur eine kurze Zeitspanne in Mekka bleiben können. Denn Allah hätte sie wie die anderen Völker zugrunde gerichtet. Auch diese Völker hatten ihre Propheten des Landes verwiesen oder getötet. Die Götzendiener in Mekka verscheuchten den Propheten Muhammed, aber sie blieben nicht länger als eine Zeitspanne dort. Erst im Krieg wurden sie getötet, als sie noch auf der Welt waren, um hinterher die Bestrafung im Höllenfeuer zu verdienen. In dieser Weise verfuhr Allah, Der Erhabene, mit Seinen Gesandten vor unserem Propheten Muhammed. Denn keiner wird eine Änderung im Verfahren Allahs finden.

„So geschah der Wille Allahs im Falle derer, die vordem hingingen; du wirst im Allahs Willen nie einen Wandel finden. „(33. Al Ahzab, 62)

„Sind sie denn nicht im Lande umhergezogen, so dass sie schauen konnten, wie das Ende derer war, die vor ihnen lebten? Und jene hatten mehr Kraft als sie selbst. Und nichts in den Himmeln oder auf Erden vermag, sich Allah zu entziehen; denn Er ist Allwissend, Allmächtig.“ (35. Fatir, 44)

Wenn wir diese erhabenen Verse zusammenfassen sollten:

Im Lande (bzw. auf der Erde) sollte man nur verweilen, um eine Lehre daraus zu ziehen, jedoch nicht um Unheil zu stiften. Für die Gläubigen und (arrogante) Unterdrücker wäre sehr lehrreich, den Ausgang der Ungläubigen zu sehen.

Nichts könnte sich Allah entziehen. Der Grund dafür ist, dass Allah Allwissend, Allmächtig ist. Das erfordert, Ihn zu fürchten und sich Ihm zu wenden.

Es ist verboten, zu wünschen, dass die Bestrafung gleich eintreten soll. Denn für jede Sache gibt es eine bestimmte Stunde, wird weder vor- noch nachgestellt. Daher gibt es keinen Sinn, so etwas zu verlangen.

Allahs Verfahren darin, Seinen gläubigen Dienern zu helfen, änderte sich nicht und wird sich auch niemals ändern.

Die himmlische Drohung Allahs, die grausamen und götzendienerischen Systeme und deren Heerscharen durch eine empfindliche Niederlage zugrunde zu richten, wird sich dem gewöhnlichen Verhalten Allahs entsprechend niemals ändern. Niemals erfährt Allahs Verhalten irgendeinen Wechsel, irgendeine Änderung und irgendeine Wandlung. Die Verjährung und Zeitänderung haben keinen Einfluss darauf. Denn es ist ein himmlisches, konstantes, stabiles und nicht von ungefähres Gesetz. Es ist auch kein zeitbeschränktes Ereignis. Deswegen ist es kontinuierlich, unendlich fortbestehend und kein solches, das nach seinem Geschehen von ein paar Malen aufhört.

Zum unveränderlichen Gesetz Allahs gehört z. B. die Rotation der Jahreszeiten, der Aufgang der Sonne im Osten und ihr Untergang im Westen, die Regenfälle aus dem Himmel, die Verschiedenheit der Sprachen der Völker, die Geburt und der Tod der Lebewesen. Das Verfahren bzw. das Gesetz Allahs ist unveränderlich, denn es ist ein Teil der Wahrheiten des mächtigen Universums. Der eigene Wille Allahs ist es, der dies alles in Seine Obhut genommen hat Deswegen ist es keine Rede von irgendeiner Manipulation, die durch irgendeinen herbeigeführt werden könnte. Das ist die Wahrheit für die himmlische Hilfe, die einer Handvoll von Gläubigen auf der Erde zugesprochen wird. Allem, was oben dargestellt wurde, entnimmt man, dass durch Gedankenwanderung folgendes zum Ausdruck gebracht werden könnte:

Auf der einen Seite stehen die Tatsachen, auf der anderen Seite ein Haufen von Zweifel. Beachtet man nun die Wanderungen zwischen den erhabenen Versen des edlen Koran, wäre es etwa für uns überhaupt möglich, immer noch an unserem Glauben zu zweifeln?

Hier werden wir nur dabeibleiben, worüber alle Muslime einig sind und nicht darüber hinausgehen, was der edle Koran vorausgeschickt hat. Denn wer dies bezweifelt, bezweifelt ebenfalls seinen eigenen Glauben. Wie oben verzeichnet wurde, gibt Allah, Der Erhabene, im edlen Koran sehr oft bekannt, einer gläubigen, jedoch zahlenmäßig kleinen Gruppe Seine Hilfe und Güte zu gönnen und sie zum Sieg zu verhelfen. Er lässt von Seinem Versprechen niemals ab! Wer ist gerechter als Allah? Hier ist noch ein Vers zum Nachdenken und zur Ziehung eine Lektion:

„Verheißen hat Allah denen, die von euch glauben und gute Werke tun, dass Er sie gewiss zu Nachfolgern auf der Erde machen wird, wie Er jene, die vor ihnen waren zu Nachfolgern machte und dass Er gewiss für sie ihre Religion befestigen wird, die Er für sie auserwählt hat; und dass Er gewiss ihren Stand nach ihrer Furcht in Frieden und Sicherheit verwandeln wird, auf dass sie Mich verehren (und) Mir nichts zur Seite stellen; wer aber hiernach undankbar ist, wird ein Frevler sein.“ (24. An Nur, 55)

a) Es wird nur bei Allah geschworen. Es ist verboten, einem anderen als Ihm zu schwören.

b) Nur deswegen, weil die Heuchler nicht in einem solchen Glauben sind, der die Aufrichtigkeit und gerechtes Verhalten erfordert, gibt es auf sie kein Vertrauen.

c) Da der Gehorsam an den Gesandten Allahs, Friede und Segen Allahs auf ihm, die Glückseligkeit der beiden Welten in sich birgt, erfordert die an ihn zu leistende Folge, den geraden Weg zu betreten. Die Aufsässigkeit gegen ihn jedoch hat zur Folge, in Frevelhaftigkeit und in Verlust zu geraten.

d) Allah, Der Erhabene, ließ niemals von Seinem Versprechen ab, das Er Seinem Gesandten, Friede und Segen Allahs auf ihm, und seinen gläubigen Gefährten, die gute Werke zu verrichten pflegten.

e)Es ist eine religiöse Pflicht, die von Allah gebotenen und als Pflicht bezeichneten Gottesverehrungen zu verrichten, um Allah zu dienen, wobei Ihm, wie es sich gehört, gedankt werden sollte.

Derjenige, der sich trotz Allahs Gaben wie Sicherheit, Wohlstand, Herrschaft, Staat, Triumpf und Ehre als undankbar zu erweisen pflegt, und dadurch die Strafe verdient, wird aufs Schärfste ermahnt:

„Diejenigen aber, die glauben und gute Werke tun, wollen Wir in Gärten führen, durch welche Bäche fließen, darin werden sie auf ewig und immerdar verweilen- (dies ist) eine wahrhaftige Verheißung Allahs; und wer ist glaubwürdiger in der Aussage als Allah?“ (4. An Nisa, 122)

Der aufrichtige Glaube, gute und rechtschaffene Werke sind die Schlüssel des Paradieses und ein Anlass zum Eintritt.

Das Versprechen und die Verheißung Allahs sind glaubwürdig und wahrhaftig.

Der Diener sollte sein Versprechen halten. Denn das, ein Versprechen nicht einzuhalten, ist ein Zeichen der Heuchelei, was sich auf die erhabene Überlieferung stützt:

„Er (der Heuchler) hält nicht ein, was er verspricht!

Man sollte aufrichtig sein. Die Lüge ist eine Zeichen der Heuchelei und stützt sich auf die erhabene Überlieferung:

„Sie (die Heuchler) lügen nur, wenn sie reden!“ (Buchary)

„So sei geduldig. Wahrlich, das Versprechen Allahs ist wahr. Und lass dich nicht

von jenen ins Wanken bringen, die keine Gewissheit haben.“ (30. Ar Rum, 60)

Möge Allah, Der Erhabene, unsere Bemühungen annehmen und uns zu denjenigen

Dienern gehören lassen, die Sein Wohlgefallen erlangen konnten!

Gepriesen bist Du, o Herr, wir haben kein Wissen außer dem, was Du uns gelehrt

hast; wahrlich Du bist der Allwissende, der Allweise!

Son Güncelleme (Çarşamba, 19 Mayıs 2021 22:45)